SHT Recklinghausen

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ADAC-Einsteiger-/Wiedereinsteiger-Training
am 29. April 2013 beim FSZ Westfalen in Recklinghausen

Um meine neue GSR möglichst schnell gut kennenzulernen, buchte ich direkt nach ihrem Kauf ein Sicherheitstraining beim ADAC in Recklinghausen. Dieses mal – ganz bewusst – ein Training für Ensteiger und Wiedereinsteiger.

Seien wir – Urgesteine des Mopped-Führerscheins – mal ehrlich:
Jeder Moppedführerschein-Neuling lernt heute wesentlich mehr, als es „damals“ (Anti-Wort! Aber nunmal 20-30 Jahre her!) verlangt wurde: Einst jedenfalls reichten 6 Fahrstunden aus, um in den heiss-ersehnten Genuss einer „Klasse-1-Fahrerlaubnis“ zu gelangen:
Ein ordentlich gefahrener Kreis, ein wenig „Stop&Go“, eine einigermaßen runde „Acht“ und Bremsen-ohne-den-Prüfer-umzuwerfen – das war’s!

Ist man seit jener Zeit nicht wirklich viel gefahren, schreit die Motorrad-Fleppe (die mittlerweile nichtmals mehr „Klasse 1“ heißt, förmlich nach einem Update:

Braucht man tatsächlich „ABS“ (was immer das auch bedeuten mag)?
Was hat es mit diesem laufend erwähnten „Lenkimpuls“ auf sich und wie geht das überhaupt?
Fragen über Fragen…

Da mir diese bei meinen bisherigen Training niemals aureichend beantwortet wurden, fiel meine Wahl nicht auf das „Basis-„, sondern das „Wiedereinsteiger-Training“. Mein Fazit:

Sowohl Ein/Wiedereinsteiger- als auch Basis-Training erstrecken sich über anstrengende 6 Stunden (9 – 16:30 Uhr und so oder so ist bei diesen Ganztagestrainings irgendwann einfach die „Luft raus!“).

Letztendlich konnte ich keinen großen Unterschied erkennen. Bei beiden Trainings fragten die Trainer vorab die Teilnehmer-Wünsche ab und gingen auch darauf ein. Der einzige Unterschied bestand darin, dass es sich bei den Teilnehmern tatsächlich um Füherschein-Neulinge oder aber Biker handelte, die mindestens 10 Jahre pausiert haben (wobei Erstere offenbar aufgrund der neuen Lerninhalte ganz klar im Vorteil waren).

Auf dem Platz in Recklinghausen trafen sich 2 Gruppen à 8 Teilnehmer, die in 2 Gruppen mit 2 Trainern aufgeteilt wurden.

Lerninhalte waren – nach der Einführungs- und Platzkennenlern-Runde“ (u.a. auf Gruppenwunch):
– Langsamfahren incl. langsamer Richtungswechsel
– Bremsen mit/ohne ABS
– Kurvenfahren mit Lenkimpuls
– Ausweichen sowie (ganz kurz)
– Wenden aus dem Stand (was nicht das Lieblingsthema zu sein scheint…)

Mit Heinz Kaiser hatten wir das Glück, einen ambitionerten, erfahrenen Trainer an unserer Seite zu haben, der mit enormen Spaß bei der Sache war und die theoretischen Einheiten extrem kurzweilig gestaltete.

Auf dem Übungsplatz fuhren wir – unglaublicherweise – ca. 50 Kilometer (so dass einer unserer Mitstreiter zwischendurch unterschätzterweis einmal tanken fahren musste).

Pünktlich zum Trainingsende hatte ich bei meiner GSR wider Erwarten die 800km-Einfahrzeit geschafft, so dass ich es bei der knapp 40-km-Heimfahrt locker-flockig ohne Dauerbeobachtung der Umdrehungszahl angehen lassen konnte.