Eifel

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Eifel-Tour
vom 09.07. – 11.07.2010

(Norby’s Geburtstags-Tour…)

 

Freitag, 09.07.2010

(km-Stand: 13.264)

Schon seit Tagen ist es brütend heiß…!

„Besser so, als Regenwetter und kalt“ denken wir, denn das hatten wir in diesem Jahr bereits zur Genüge… So starten wir gegen 14.15 Uhr unsere (gerade mal) zweite(!) echte Wochenendtour in diesem Jahr.

Über Haltern erklimmen wir die olle A43 und folgen ihr tapfer bis zur A1. Weit vor Leverkusen geht leider absolut gar nichts mehr: Wochenendanfang-Stau! Und auch das Durchschlängeln gestaltet sich aufgrund Norby’s Koffer und der schmalen zweispurigen Baustelle so gut wie unmöglich!

Geschlagene zweieinhalb Stunden später fahren genervt als auch megaverschwitzt in K-Bocklemünd ab. Kaum haben wir Müngersdorf passiert, gucken wir uns – widerwillig, aber jetzt auch egal – den nächstbesten McDeeeh kurz vor Frechen aus und klagen uns bei Eis und Kaff („Booh-iss-dat-heiß…Sch…-Stau“) unser Leid.

Als wir gegen halb 6 frisch gestärkt zurück auf unsere Möppis hüpfen und erneut Kurs auf die A1 nehmen, zeigt sich diese zum Glück wesentlich leerer als zuvor, so dass wir es im weiteren Verlauf tatsächlich staufrei bis nach Blankenheim schaffen.

Als wir die Autobahn verlassen, vergöttern wir auf der B51 die endlich schwächer werdende Sonne und genießen die leicht kühlenden Temperaturen der Eifel.

Bei der Abfahrt „Dausfeld“ werfen wir den Anker, da little-Streety dringendst nach „Saft“ quengelt.

Da wir nur wenige Kilometer von unserem Ziel – Prüm – entfernt sind, schenken wir uns den Kaffee am „Autohof zur Schneifel“ und fahren direkt durch zu unserem Ziel: „Prüm, wo wir bei „Uli’s Kochtopf“ eine Ferienwohnung angemietet haben.

Trotz verwirrender Umleitung in Prüm finden wir das Lokal relativ fix, werden von der Bedienung freundlich empfangen, dürfen uns auf Kosten des Hauses ein Getränk aussuchen und treffen dann auch sehr schnell auf unseren Vermieter, dessen Hausname offenbar Programm ist; denn er bruzzelt gerade fleißig in der Küche… 🙂

Da uns das Lokal (nicht nur aufgrund der „Texmex“-Werbung) zusagt, lassen wir uns direkt einen Tisch im Biergarten reservieren, parken unsere Möppis ca. 50 Meter weiter auf einem öffentlichen, aber ruhigen Parkplatz und stiefeln nach Abwicklung der kleinen „Ferienwohnung-Anmiet-Formalitäten“ fix hoch zum Gepäckabladen und Duschen.

Die hübsche Wohnung erweist sich als wesentlich größer als im Internet beschrieben. Leider hat sie keinen Balkon (aber das wussten wir schließlich schon vorher!)

   

Im netten kleinen Biergarten mit 6(?) Tischen genießen wir leckere mexikanisch-angehauchte Kost und machen uns danach auf, ein wenig unseren Zielort zu erkunden.

Zwar stellen wir bei unserer anschließenden Ortsdurchschlenderung sehr schnell fest, dass Prüm sicherlich keinen Großstadtstatus genießt, finden das Örtchen im Verhältnis zu manch anderem Eifel-Kaff aber immerhin „touri-gerecht angenehm“!

Kulturbesessene werden von der dorfeigenen Basilika sicherlich schwer angetan sein, während sich andere an der Vielzahl der abendlichen „Einkehrmöglichkeiten“ erfreuen werden (auch hier stellen wir mal wieder fest, dass dieser Ort ebenfalls sehr „Pizzeria-lastig“ ist)

 

Trotz der Abendstunden ist es nach wie vor tropisch-heiß und jeder einzelne Schritt schreit nach ’ner Dusche. Drum begnügen wir uns mit einem für unsere Verhältnisse extrem kurzen Rundgang und kehren schließlich im „Treibhaus“ (einer Cafe-Kneipe in einer Nebenstraße) ein. Dort machen wir es uns im Biergarten bequem, bis uns die Müdigkeit irgendwann übermannt. Kaum zurück in unserem Wochenend-Zuhaus fallen wir völlig fertig in unser gemütliches Doppelbett und schlafen den Schlaf der Gerechten.

Gefahrene Tages-Km: 241,80 km

 

Samstag, 10.07.20109 – 3 Länder-Tour (Dland – Belgien – Luxemburg)

(km-Stand: 13.506)

Normalerweise kann man zur Ferienwohnung auch Frühstück buchen.

Leider nicht zum aktuellen Zeitpunkt, denn der Vermieter wartet jeden Augenblick darauf, Vater zu werden…

Da wir jeglichen Stress vermeiden wollen, machen wir einen auf megafaul (auch mal schöööön!) und tigern los ins nahe gelegene „Stadtcafe“.

Das angebotene Frühstück „a la carte“ reisst uns nicht wirklich vom Hocker, drum beschließen wir, uns das „Frühstück de Luxe“ zu gönnen (= frei nach Schnauze, was bedeutet, nur genau das bezahlen zu müssen, was man verzehrt!)

So erfreuen wir uns an ’nem wirklich leckeren(!) Kaffee, Brötchen, Marmelade, Käse, ’nem Ei und O-Saft. Ok-ok, mit ca. 20 Euro nicht gerade billig, aber immerhin hat’s sehr gut gemundet! *g*

 

Erst gegen Mittag machen wir uns – wenngleich sehr zögernd – auf zu unseren bereits quengelnden Möppis. Mittlerweile ist es jedoch derart warm, dass jedes Schwimmbad die Qual der Wahl gewinnen würde.
Aber egal, Augen zu und durch! Immerhin steht „Eifel“ ja irgendwie für „Wald und Wald“ und das bedeutet kühl! 🙂

Zunächst geht’s Richtung Dausfeld, danach Richtung „Schwarzer Mann“.
Ehe wir uns versehen, kreuzt leider direkt eine Umleitung („Bleialf“ geht nicht!) unsere Pläne. Egal!

Die Straßen sind zunächst nicht sonderlich gut, aber Richtung St. Vith (Belgien) fängt’s langsam an, ordentlich Spaß zu machen…

Leicht orientierungslos landen wir in Üttfeld, wo es dringend Zeit wird, unsere Wasserspeicher aufzufüllen. Nachdem uns der Wirt(?) des „Gasthof Schweyen“ netterweis mit zahlreichen hilfreichen Tipps versorgt hat, geht’s direkt nach der Apfelschorle weiter Richtung „Burg Reuland“.

Leider verpassen wir auf der L14 Richtung Lützfeld die richtige Ausfahrt und befinden uns urplötzlich eher in Dasburg, als eigentlich geplant. Fix machen wir über Marnach (Luxemburg) kehrt und finden doch noch dieses vom Wirt umworbene „Weisampach“, wo der Bär angeblich tobt.

Schade, genau DAS tut er hier – zumindest einkaufstechnisch – nicht und zum Tanken ist es auch noch zu früh…

Wir beschließen kurzerhand, den örtlichen „Bäcker“ „aufzuklären“ was ein „Eiskakao“ ist. *g*

Anschließend decken wir uns im nebenliegenden Supermarkt mit Tabakwaren ein und kehren zurück auf die Piste (Richtung „Ouren“)

Die Strecke ist nicht schlecht…

Umso blöder schauen wir aus der Wäsche, als wir plötzlich nach dem Ort „Lieler“ ein Schild mit der Aufschrift „Oberhausen“ entdecken!

Die weitere Strecke an der „Our“ entlang ist einfach wunderschön. Zwar fahren wir letztendlich irgendwie im Kreis, macht aber dank traumhafter Landschaft irgendwie allet nix…

Zurück auf der Bundesstraße steuern wir schließlich Dasbourg-Pont entgegen und nutzen die Gelegenheit, an der „Q8“ kostengünstig zu tanken.

Völlig überhitzt lassen wir uns in der angrenzenden Gaststätte nieder und bestellen uns ’nen Kaff.

 

Trotz Pause sind wir – der Hitze sei dank – ziemlich „gaga“ und verzichten freiwillig auf’s Weitertouren. Selbst bekannte Strecken wie „Vianden“ und die Strecke nach Wiltz können uns heute nicht im geringsten reizen. So nehmen wir einfach den kurzen Weg in Richtung Prüm…

Überrascht von dem doch relativ guten Belag der B410 Richtung Arzfeld fahren wir einfach durch und können es kaum erwarten, endlich unter die Dusche zu kommen.

Nach der erfrischenden Dusche zu neuen Lebensgeistern erwacht, beschließen wir, erneut bei unserem Vermieter zu speisen und bereuen es abermals nicht (Norby wählt das Cordon Bleu, meinereiner sein bereits am Vortag „vorgekostetes“ Thunfisch-Gericht).

Nach dem Essen zwingt uns die Hitze abermals, bereits nach wenigen Metern des Beine-Vertretens in die nächstbeste Kneipe einzukehren und weil’s am Vortag so „schön“ war, lassen wir uns erneut im „Treibhaus“ nieder.

Deutschland gewinnt an diesem Abend entgegen aller Befürchtungen Fußball-WM-technisch doch noch gegen Uruguay und landet tatsächlich auf Platz 3!

Verwundert-beeindruckt nehmen wir zur Kenntnis, dass diese „Prümer“ trotz vermutetem Kleinstadtmiefs offenbar recht aktiv sind: immerhin versuchen sie sich sogar in einem kleinen Motorrad-Auto-Korso!

… naja, zumindest solange, bis die örtliche Polizei offenbar auch mitspielen will… *g*)

Kurz nach Ende der öffentlichen Fernsehübertragung hält uns ein zünftiges Gewitter noch wesentlich länger in der Kneipe als geplant. Trotz alledem fallen wir an diesem Abend wesentlich eher in die Falle als am Tag zuvor.

Gefahrene Tages-Km: schlappe 190 km

 

Sonntag, 11.07.2010

(km-Stand: 13.696)

Tour-Motto: Heißer geht’s nimmer(!)

Glücklicherweise ist die Ferienwohnung an diesem Tag nicht weitervermietet. Da uns auch sonst niemand treibt, ergötzen wir uns nach dem freibestimmten Aufwachen erneut am „Luxus-Frühstück“ im Prümer Stadtcafe.

Als wir gegen kurz nach 12 aufbrechen, sind die Temperaturen – dank des nächtlich vorangegangenem Regenschauers – noch angenehm kühl.

Kaum haben wir die B410 Richtung Gerolstein und Kelberg geentert, genießen wir die zahlreichen weit geschwungenen Kurven mit Kurs auf Mayen.

Wärend es bereits dort langsam wärmer wird, wird die Weiterfahrt auf der B256 (Thür – Kruft – Neuwied) langsam aber sicher unerträglich und so machen wir weit vor unserem geplanten Westerwald-Stop in Altenkirchen Halt bei Määäc-Dee in Rengsdorf(oder war es gar schon Willroth?)

Bereits jetzt völlig schweiß-durchnässt cruisen wir weiter auf der B256 Richtung Altenkirchen und – völlig hitze-erledigt – weiter nach Waldbröl (=> Sperrung für Motorradfahrer an den Wochenenden! => Frechheit!!!)

Tolle Straßen – sch… Bedingungen! Dank Hitze sind wir mittlerweile derart neben der Spur, dass wir die zahlreichen Kurven auch nicht im geringsten genießen können und stattdessen einfach nur froh sind, ohne Hitze-Blackout heil von A nach B zu kommen…

An einer Tanke kurz vor Waldbröl schreien unsere Möppis nach „Futter“ und wir nach Mineralwasser. Dumm nur, dass sie dort nicht einmal Toiletten haben und wir dafür in die direkt angrenzende Kneipe müssen, wo man uns gleich 50 Cent abknöpft (da fahren wir nicht mehr hin!)

Als wir dieses Waldbröl verlassen haben, folgt recht bald Gummersbach und danach Meinerzhagen.

TILT! – NICHTS GEHT MEHR!!!

Kaum haben wir das Ortseingangsschild passiert, halten wir an der nächstbesten Stelle und landen so im „Wirtshaus Meinerzhagen„. Wie sich im Nachhinein zeigt, ein echter Glücksgriff!

Der auserwählte Thunfischsalat erweist sich als der Beste, den wir jemals gegessen haben! Endlich mal ein Dressing ohne Chemie und das zu ordentlichen Preisen! 🙂

Nachdem wir uns länger als geplant dort aufgehalten haben, schlagen wir uns in Meinerzhagen der Einfachheit halber direkt auf die A45, schwenken am Westhofener Kreuz auf die A1, fahren in Ascheberg ab und sind gegen 20 Uhr endlich zu Hause!

OK-OK, vielleicht lernen wir es irgendwann doch noch einmal – es gibt einen viel kürzeren Weg:
– Man fahre auf der A45 bis zum Kreuz Dortmund (Nordwest),
– wechsle dort auf die A2 Richtung Hannover,
– nehme die Abfahrt 12 (Dortmund-Mengede) und
– fahre dann über Waltrop, Bork und Selm nach Hause.

Gefahrene Tages-Km: 333 km

Gesamt-Kilometer: 764,90 (km-Stand: 14.029)

 


Copyright: N+S (19.11.2005)
Letztes Update: 19.07.2014