Waldecker Land

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Waldecker-Land-Tour
vom 31.07. – 02.08.2009

Die Wetteraussichten für das Wochenende waren die ganze Woche über erstaunlich gut. So konnten wir einfach nicht umhin, extrem kurzfristig eine Tour zu planen.

Aufgrund des just zurückliegenden portemonnaie-intensiven Griechenland-Urlaubs entschieden wir uns prompt für die günstige Variante: Ferienwohnung! Nach kurzer Suche wurden wir am Mittwoch in Bad Arolsen fündig und so stand unserer kleinen Tour nichts mehr im Wege! 🙂

Freitag, 31.07.2009

(km-Stand: 9.030)

Bad Arolsen – wo’ssn das???
Wikipedia verspricht, der Ort läge "am Nordrand des nordhessischen Mittelgebirgsraums ungefähr 45 Kilometer west-nordwestlich von Kassel". Somit – nicht nur aufgrund der zahlreichen Talsperren – ein lohnenswertes Ziel!

Von uns aus förmlich nur einen "Steinwurf" entfernt, können wir es während der Anfahrt ausnahmsweise mal gaaanz ruhig angehen lassen.

Nach einer kurzen "Autobahneinlage" über die A1 und A44 verlassen wir die Ödbahn bei Geseke und fahren querfeldein über Marsberg nach Bad Arolsen.

Obwohl die Karte rund um Marsberg einige nette Routen verspricht, macht sich bei uns sehr schnell absolute Ernüchterung breit; es scheint, als habe der Kreis gerade Geld bekommen, denn rundherum wimmelt es nur so vor Rollsplit! *&ätz-lass-nach!*

Die Vermieterin unserer Ferienwohnung ist sehr nett und wohnt mit ihrem Ehemann gleich über uns. Macht aber nichts. Das Domizil gefällt uns auf Anhieb: die recht geräumige Wohnung ist nicht nur sehr günstig, sondern auch city-nah und gemütlich eingerichtet. Aufgrund der ruhigen Wohnlage wissen wir auch unsere Moppeds ohne Bremsschloss sicher aufgehoben.

Überrachenderweis finden wir direkt in der Nähe lang geöffnete Einkaufsläden (u.a. Lidl und Rewe) und mehrere Bäcker, die auch sonntags morgens gern ihre Pforten öffnen.

Nachdem wir das Allernötigste eingekauft hatten, fahren wir direkt weiter zum Essenfassen. Eigentlich haben wir Lust auf „Griechisch“; das einzig erspähte griechische Restaurant ("Poseidon" auf der Bahnhofstraße) hat allerdings wegen Betriebsferien geschlossen. Wie in vielen Orten wimmelt es dafür auch hier vor Pizza-Buden. Da wir auf so etwas keine Lust haben, lassen wir uns kurzerhand beim "City-Grill" in der Bahnhofstraße nieder, um dort den Döner- bzw. Salat-Teller anzutesten.

Am Essen gibt es nichts zu meckern, nur die Sonne hätte noch ein wenig weiterwärmen können. Nach 20 Uhr kann man das jedoch nicht mehr unbedingt erwarten und so frieren wir uns draußen-sitzend beinahe den A… ab.

Satt und zufrieden fahren wir fix auf nach "Haus", "legen" unsere Möppis "schlafen" und machten uns nach ’ner kleinen Dusch-Erfrischung und ’nem netten Plausch mit unserer Vermieterin zu Fuß auf, unsere Umgebung zu erkunden.

Unwesentlich später haben wir bereits alles gesehen, was irgendwie zur offensichtlichen "Stadt" gehört. Erstes Fazit: teilweiser ganz netter Ort, aber irgendwie unstrukturiert, da der "guten alte" Dorfkern feht und offenbar wimmelt es hier nur vor Touris.

Leider hat auch das – zuvor im Internet ausgeguckt Brauhaus wegen Betriebsferien geschlossen. So landen wir schließlich im Biergarten des "Berlinchen, einer supernetten Kneipe am Anfang der Bahnhofstraße.

Die Kneipe ist sehr gut besucht, bietet auch Essen an und hat erstaunlich gästefreundliche Öffnungszeiten (freitags/samstags bis 3 Uhr!). Als wir uns auf den Heimweg machen, sind wir jedenfalls noch lange nicht die Letzten…

Tages-Km: 194 km

Samstag, 01.08.2009

(km-Stand: 9.224 km)

In fremden Betten schläft es sich nicht unbedingt gut. In diesem allerdings schon! Nach dem Aufwachen erwartet mich gleich eine extrem nette Überraschung: Nicht nur der Kaff ist fertig, sondern auf "wundersame Art und Weise&quot, haben sich auch frische Brötchen "eingeschlichen" und der Frühstückstisch ist gedeckt! (DANKEEE Norby 🙂 !!!)

Nach einem Blick aus der Tür kommen mir allerdings erste Zweifel an der Glaubwürdigkeit unseres Wetterfrosches, der uns eigentlich strahlenden Sonnenschein versprochen hatte.

Unbeirrterweis schenken wir dem bewölkten Himmel keinerlei Beachtung und machen uns (kleidungstechnich wettervorhersagegetreu nur seeehr leicht-bekleidet) zunächst auf Richtung Edersee. Da die Sonne offenbar gar nicht daran denkt, sich auch nur annähernd zu zeigen, sparen wir uns dort einen Stop. Leider werden uns auch die prima Edersee-Kurven aus dem Vorjahr durch uneinsichtige Dosen-Lenker vereitelt und so fahren wir direkt weiter bis Bad Wildungen. Der Fahrspaß dorthin hält sich dank Rollsplit jedoch ebenfalls in Grenzen :-(.

Nachdem wir dort auf Anhieb kein lohnenswertes Lokal ausmachen können, in dem sich die zu dem Zeitpunkt bitter-nötige Portion Kaff hätte einnehmen lassen, geht es weiter und schließlich landen wir in Frankenberg.

Mittlerweile zeigt sich die Sonne von ihrer gnadenlos-heißen Seite und nachdem wir unsere Möppis irgendwo in der "Oberstadt" abgestellt hatten, schlendern wir bergab in Richtung Fußgängerzone, wo es angeblich mehrere Eisdielen geben soll. Gleich bei der ersten kehren wir ein, gönnten uns ’nen Eisbecher und ’nen Kaff, um uns danach leicht-transpirierend an den extrem steilen Anstieg zurück Richtung Möppis zu machen.

Nach einer richtig schönen Tour quer über die Nester (u.a. Oberstdorf(!) oder sooo…) und einem kurzen Abstecher zum Twiste-See werden wir erneut im " Berlinchen" (s.o.) "vorstellig", um dort Essen zu fassen.

Nachdem wir unsere Moppeds nach Haus gebracht haben, testen wir erneut die hauseigene Dusche an und brechen dann auf zu einem "Mini-Gewaltmarsch" rund um den Ort. Als unsere Mägen uns wieder "Platz" signalisieren, lassen wir uns ein weiteres Mal im extrem gut gefüllten Biergarten des "Berlinchen" nieder, und finden erst Stunden später den Weg zurück nach Haus.

Tages-Km: 206 km

Sonntag, 02.08.2009

(km-Stand: 9.430 km)

Normalerweise hat man Ferienwohnungen gegen 10 Uhr zu räumen. Umso netter fanden wir die Tatsache, bis 12 Uhr bleiben zu dürfen. Unsere nette Vermieterin ließ sich selbst dann nicht aus der Ruhe bringen, als ihr zu Ohren kam, dass sich unsere Nachmieter entgegen aller ursprünglichen Pläne doch bereits im Ort befanden und nahm lieber den Stress auf sich, die Wohnung im Eiltempo zu reinigen, als uns möglichst schnell herauszuscheuchen.

Als wir unsere Rücktour starten, ist es bewölkt, temperaturtechnisch aber sehr angenehm. Trotz des angekündigten Unwetters ist es uns – dank der weiträumigen Umfahrung des Sauerlandes – gegönnt, zumindest bis Beckum trocken zu bleiben.

Kaum haben wir uns dort zum "Eisfassen und Kaff-Trinken" niedergelassen, beginnt es jedoch langsam aber stetig zu tröpfeln.

Nachdem wir unser Regenzeug übergeworfen haben, geht es bei extrem miesem Wetter nach Hause.

Gefahrene Tages-Km: 207 km

Start-Km-Stand: 9.030
Ende-Km-Stand: 9.637

Fazit der Tour: 607 Kilometer

 

 


Copyright: N+S (19.11.2005)
Letztes Update: 19.07.2014