Luxemburg

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Luxemburg-Tour
vom 21.09. – 25.09.2009

 

Montag, 21.09.2009

(km-Stand: 10.169)

Kurz vor halb 10 morgens starten wir über Haltern, die A43 und A1 unsere Luxemburg-Tour, die – aufgrund der sich vorab ständig wechselnden Wetterlage – im wahrsten Sinne des Wortes unter dem Vorzeichen "absolutely LAST-MINUTE!" stand: Sonntag gebucht – Montag los. 🙂

Während bei uns zu Haus wettertechnisch noch zu hoffen war, zeigt sich das Ruhrgebiet so verhangen, dass wir jederzeit damit rechnen, ganz spontan unsere Regenkombis überwerfen zu müssen. Die Wolkenschleusen sind jedoch gnädig und – oh staune – innerhalb einer Rekordzeit von nur anderthalb Stunden haben wir bereits den Kölner Nordring passiert, ohne in einen echten Stau geraten zu sein!

Wir bleiben auf der A1 bis Autobahnende (Blankenheim) und können endlich aufatmen: die "Pflichtkür" ist erledigt und wir halten auf dem nächstbesten Rastplatz ("Ville West" bei Niederzissen). Nach dem Tanken (leider für ärgerliche 1,30 Euro pro Liter, während es diesen aktuell zu Hause für 1,27 gab) schauen wir, was die örtliche „Gastronomie“ so zu bieten hat. Hätten wir vorab auf die Rechnung geachtet, wäre uns das frischgemachte Baguette mit Käse garantiert im Hals stecken geblieben: 4,55 Euro(!) für das bisschen zwei Käsescheiben einschließenden Teig! Insgesamt bat man uns für 2 Kaffee und 2 Brötchen mit 13,50 Euro zur Kasse – absolute Wuuucher!

Bloß nicht ärgern: Schließlich haben wir Urlaub und die Schlängelstraßen rufen!

Über Kyllburg fahren wir kreuz und quer über die Eifel-Dörfer. Die Eifel ist schon merkwürdig: Mal findet man supertolle Straßen und mal sind sie einfach nur megamies geflickt. Auch die "Achtung-Kurven"-Schilder funktionieren nicht wirklich zuverlässig: Da, wo sie aufgestellt sind, folgt häufig lediglich ein kleine, kaum wahrnehmbare Ungerade, während man andererseits völlig unbeschildert urplötzlich auf die schönsten Kehren trifft.

Als wir Prüm passieren (wo wir ursprünglich hatten buchen wollen), ärgern wir uns ein wenig, es nicht getan zu haben, denn das Städtchen verspricht zumindest auf den ersten Blick einiges an Unterhaltung.

Kaum diesen Gedanken zu Ende gedacht, sind wir bereits in Bitburg. Klingt vom Namen eigentlich recht sympathisch. Nach dem Überfahren der Stadtgrenze zeigt sich der Ort jedoch von seiner schäbigen Seite. Vielleicht lag es einfach an den in Citynähe dominierenden Baustellen?

Egal: Spätestens hier wird’s endlich Zeit für einen Kaffee und so fahren wir bis auf Handbreite an die örtliche Fußgängerzone heran. Nach einigen Metern erreichen wir eine Bäckerei mit Außensitzplätzen und lassen uns kaffeetrinkend und einen Happen speisend von der Sonne bescheinen. Nach einer Weile nervt uns die Dauerdurchsagen des Jungvolks von "Radio Rheinland-Pfalz", die versuchen, die Passanten von ihrem Gewinnspiel zu überzeugen (ok-ok, 10.000 Euro können überzeugen, uns allerdings nicht, denn als Nicht-Rheinland-Pfälzer dürfen wir nicht mitspielen). Also sehen wir zu, dass wir fortkommen.

Eine kurze erquickende Fahrt später erreichen wir bereits Ferschweiler, von wo es nur noch ein Katzensprung und einige sehr attraktive Kurven bis zu unserem Ziel – dem Luftkurort Bollendorf ist.

Nach kurzer Suche finden wir unseren Ferienbungalow: dieser ist auf einem Hang angesiedelt und schon bei der Auffahrt kann einem fast schwindlig werden.

Als wir auf den – glücklicherweise ebenerdigen – Stellplatz fahren, werden wir von unserer sehr sympathischen Vermieterin bereits freudestrahlend erwartet und auch ihr Göttergatte (Ex-Möppifahrer, gerade auf die 70 zugehend, aber wesentlich jünger wirkend) ist ein sehr netter Geselle!

Unser Bungalow befindet sich neben zwei weiteren im großen Garten der Familie und ist zweckmäßig eingerichtet (Dusche, Kaffeemaschine, Toaster und Wasserkocher). Den Esstisch ziert ein Strauß frischer Blumen und eine Flasche "Dornfelder Rose" (Rheinhessen 2008). Aus dem Wohn-Esszimmer führt eine Tür zu einer kleinen Terrasse mit Tisch und Gartenstühlen. Zusätzlich gibt es einen kleinen Garten, in dem zahlreiche Vögel lustig vor sich hinzwitschern. Dieser ist durch höhere Hecken vom Nachbar- und Vermietergrundstück abgeteilt, so dass man nett für sich ist. Zudem hat man von hier oben einen tollen Blick auf den Ort und das gegenüberliegenden Luxemburg. Verhungern ist hier dank eines überhängenden Pflaumenbaums und dem auf Vermieterseite befindlichen Apfelbaums jedenfalls so gut wie unmöglich. 😉

Nachdem wir unser Gepäck abgeladen haben, fahren wir kurz nach Irrel, wo wir das Nötigste einkaufen wollen. Im Gegensatz zu Bollendorf gibt es in Irrel einen Aldi und einen etwas größeren "Edeka&quot. In Bollendorf hingegen nur einen winzigen Lebensmittelladen, der sich "Nah und gut" nennt.

Nachdem wir dort vergeblich nach Getränkedosen gesucht haben, fahren wir weiter zu einem Getränkemarkt. Dort endlich trifft uns die Erleuchtung, als uns die Verkäuferin erklärt, dass man aufgrund der Nähe zu Luxemburg schön blöde wäre, Getränkedosen anzubieten – ich sag nur "Dosenpfand!"! Schließlich gibt es hier ja auch keine Tankstellen.

Fazit der Einkaufsfahrt: Einen Abstecher nach Irrel kann man sich durchaus sparen, wenn man nicht gerade ein Aldi-Freak ist. Alles Notwendige lässt sich genausogut in Bollendorf einkaufen. Allerdings gibt es in Irrel handytechnisch ein „deutsches Netz“, während es in Bollendorf sofort aufs Luxemburgische umspringt.

Spätestens nach unserer Einkaufsfahrt-Rückkehr sind wir extrem am ölen; Offenbar ist es hier an der Sauer wesentlich wärmer als in der eigentlichen Eifel. So testen wir fix die Dusche an und laufen dann runter ins Dorf. Dabei staunen wir nicht schlecht: Die Steigung ist derart heftig, dass es teilweise nur per Gänsefüßchenschritte voran geht… (bloß nicht stolpern! 😉 )

Nach unserem Orientierungsgang durch Bollendorf ist unserer anfänglichen Euphorie, glücklicherweise in einem doch nicht ganz so winzigen Nest gelandet zu sein, relativ schnell verflogen. Einen Dorfkern sucht man vergebens und auch wenn es diverse Kneipen und Restaurants gibt, hilft es nicht wirklich, wenn die meisten davon scheinbar nicht nur heute(?) geschlossen haben./p>

Zum Essen kehren wir ins Restaurant des Hotels Hauer ein und hocken uns auf die gemütliche Terrasse mit Blick auf die Sauer (franz.: Sure – ca. 170 km langer, linker Nebenfluss der Mosel, der sich neckisch durch Belgien, Luxemburg und Deutschland schlängelt.).
Neben einem türkischen Imbiss, einer Frittenschmiede, einer Pizzeria und einer Kneipe, die Pizza und Wiener Würstchen auf der Speisekarte hat, ist dies – bis auf "Burg Bollendorf" mit seinen Nobelpreisen – offenbar die einzige Möglichkeit, im Ort einen Happen zu speisen.

Für zwei "Drecksäcke" (wie man "Krefelder" bzw. "CoPi" hier nennt), einer "Eifeler Schinkenplatte mit Salat vom Buffet", einem "Südeifel-Salat" mit Putenbruststreifen und Buttercroutons, einen Kaff und einen Espresso berappen wir 26,20 Euro. Dafür bekommen wir mit der Rechnung allerdings auch noch einen Kulli, eine Packung Streichhölzer, einen Hotelprospekt mit Visitenkarte. Tja, dafür nimmt man den Preis gerne in Kauf und vergisst ganz schnell, dass „GROSS“ in dem Laden 0,3 Liter bedeutet und die zum Salat servierten "Brotscheiben" den Eindruck erweckten, beim Frühstücksbuffet des zurückliegenden Wochenends übriggeblieben zu sein! *Ironie-Modus-off*

Nach dem Essen nehmen wir den weiteren Ort in Augenschein, stellen fest, dass es dort tatsächlich zwei Friseure, zwei Banken (Sparkasse und Volksbank), einen Metzger, einen Lebensmittelmarkt (bis 19 Uhr geöffnet), einen Getränkemarkt und drei Bäcker gibt, befürchten aber, dass es schwierig werden wird, irgendwo gemütlich einzukehren. Wir schaffen es dann trotzdem: Direkt an der Brücke zu Luxemburg befindet sich eine kleine Kneipe, die unter anderem auch Pizza anbietet. Das Mobiliar ist mit Eiche, Buche und Kiefer zwar sehr bunt gemischt, aber wen juckt das schon, wenn man dort nur’n Schoppen trinken möchte? Das große Pils gibt es hier schon für 2,05 Euro und zum Rauchen braucht man nicht vor die Tür. Gegen 23 Uhr klappert die Wirtin jedoch mit den Schlüsseln, also nix wie raus und auf zum superbeschwerlichen Aufstieg zu unserer Ferienwohnung. Jede derartige Aktionen gewohnte Bergziege sei an dieser Stelle aufrichtig beneidet!

Gefahrene Tages-Km: 348 km

Dienstag, 22.09.2009

(km-Stand: 10.517)

Völlig ungestört träumen wir in unserem bequemen Doppelbett bis halb 10. Eile ist kaum geboten, denn selbst zu dieser vorgerückten Tagesstunde drückt noch dichter Nebel auf Hang und Ort. Während Norby mit der CBF Richtung Tanke fährt um zu gucken, was es dort Schönes gibt, läuft meinereiner zum nächsten Bäcker. Nachdem mich die dort angebotenen Backwaren optisch nicht überzeugen können, wechsel ich die Straßenseite und kehre bei dem im "Nah und gut"-Laden einquartierten Bäcker ein. Die Roggenbrötchen scheinen dort wirklich mit "Liebe gebacken" und im Einkaufsladen ergattere ich die letzten beiden großen Kaffeetassen in weiß und blau.

Nachdem der Kaff längst durch ist, kehrt auch Norby endlich wieder nach Haus zurück und bringt zwei viel schönere Tassen mit, die er an der Tankstelle gefunden hat.
Mir erzählte er ja, der Vermieter hätte ihn nach seiner Rückkehr in ein Gespräch verwickelt – ich jedoch glaube fest daran, er hat die Gelegenheit genutzt, seiner CBF vorab schonmal heimlich das Müllerthal zu zeigen! 🙂

Nach beendetem Frühstück machen wir uns auf.
Furchtbar praktisch an Bollendorf ist die Tatsache, dass sich die nächste Tanke direkt gegenüber der Sauer befindet, die den deutschen Ort Bollendorf vom luxemburgischen Ort Bollendorf-Pont (Bollendorf-Brück) trennt.

Tanken in Luxemburg macht einfach Spaß
Na wenn DIE Preise keinen Spaß machen?

In der Tanke findet man übrigens auch günstigen Kaffee und Zigaretten (Zum Vergleich: Eine Schachtel Camel Orange (17 Stück) kostet in D’land 4 Euro – in Luxemburg zahlt man für eine mit 25 Zichten bestückte Schachtel 4,50 Euro). Darüber hinaus kann man hier Süßkrams und einigen Krimskrams erstehen. Direkt hinter der Tanke befindet sich ein Cafe mit direktem Blick auf den Fluss, das abends mit der Tanke um 20 Uhr schließt. (Achtung: die Tankstelle hat donnerstags geschlossen!)

Nachdem unsere Möppis sprittechnisch versorgt sind, fahren wir auf Luxemburger Seite die Sauer entlang. Ursprünglich wollten Vianden oder Dasburg ansteuern. Die auf der Fluss-Straße herumkriechenden Vehikel nerven aber derart, dass wir bei Wallendorf auf eine Nebenstrecke Richtung Diekirch abbiegen.

Als plötzlich ein holländischer Moppedtrupp vor uns auftaucht, hängen wir uns dran, machen dann jedoch leider einen schwerwiegenden Fehler und steuern die nächste größere Stadt "Ettelbrück" an, statt uns weiter an seine Fersen zu klemmen. Nach einem kurzen Stop and Go durch die Stadt erwartet uns jedoch eine superschöne Strecke Richtung Bourscheid und die Abfahrt nach Goebbelsmühle ist grandios!

Unten angekommen und die Straßenkarte studierend, sehen wir unsere holländischen Gesinnungsgenossen erneut. Tja, da ist ihnen garantiert eine Suuuperstrecke entgangen!

Nach einer kurzen Rauchpause fahren wir weiter Richtung Esch-sur-Sure und erfahren, dass die "Vorsicht-Kuh"-Schilder durchaus ihre Berechtigung haben: Stehen doch gleich nach erneuter Anfahrt zwei Jungrinder auf der Straße und entschließen sich k(l)u(h)gerweise trotz ihrer augenscheinlichen Panik, NICHT vor unsere Möppis zu laufen! 😉

Die weitere Strecke erweist sich als landschaftlich sehr schön, straßenmässig jedoch holperig und uneben schräg nach rechts abfallend; keine Traumstrecke für "Streetys"! Im Anschluss geht es ein Stück über die B12 und dann wieder kreuz und quer über die Dörfer.

Schließlich schlagen wir in Saeul auf, wo sich angeblich die "allerschönste" Alleenstraße befinden soll. – Alleenstraße? Ja! – Wunderschön?? – Gut, dass Geschmäcker doch verschieden sind!

Macht aber nichts. Allein schon die Straße nach Turtange entschädigt für die vorher doch sehr öde Wegstrecke! Kurz hinter dem Ort biegen wir nach links ab ins "Tal der 7 Schlösser" Richtung Mersch. Die Straße ist zunächst sehr geflickt, wird aber im weiteren Verlauf wesentlich besser. Statt der versprochenen sieben erspähen wir allerdings nur drei Schlösser…

Von Mersch geht’s weiter Richtung Larochette. Den Ort hatte ich mir irgendwie anschaulicher vorgestellt. Nichtsdestotrotz pausieren wir dort in einem Bäckerei-Cafe namens "Fischer". Einen Kaffee, ’nem Cappucino, einem "Ciabatta Caprese" (mit Tomaten und Mozarella) und einem "One-Shot" (= vermeintliches Soft-Eis, das einschlägigen Softeis-Fans KEINESFALLS weiterempfohlen werden kann) später gehört uns – 9,90 Euro ärmer – direkt die nächste Straße links ab Richtung Beaufort: Tolle Strecke mit einem klasse Belag! *schwärm!*

Nach Beaufort halten wir uns Richtung Echternach. Leider sorgen auf den kleinen Straßen zur Zeit zahlreiche "Wanderbaustellen" für Überraschungen; tragischer sind jedoch die zahlreichen kompletten Straßensperrungen. Statt wie geplant Richtung Berdorf, biegen wir rechts ab Richtung "Müllerthal", wo wir uns zunächst auf einer Holperpiste wiederfinden. Nicht so schlimm, denn Schnellfahren funktioniert hier eh nicht gut: Zu beeindruckend sind die Felsen links und rechts der Straße und man kann sich kaum entscheiden, ergötz ich mich nun am Anblick des wunderschönen Gesteins oder an der kurvigen Straße? 🙂

Ärgerlich nur, dass wir genau DIE Strecke in den kommenen Tagen nicht mehr wiederfanden, zumal Norby dort einen winzigen Ort mit Cafe entdeckte, den er unbedingt noch einmal ansteuern wollte.

Nach einer Weile landen wir in Echternach und fahren weiter Richtung Wasserbillig. Leider können wir die Querstraße nach Grevenmacher nicht orten und müssen somit an der Sauer entlang. Fahrtechnisch ohne jegliche Herausforderung, aber immerhin landschaftlich sehr schön!

Um den Ortsdurchgangsverkehr zu vermeiden, schlagen wir uns kurz vor Wasserbillig auf die A1 und verlassen sie direkt die nächste Abfahrt in Grevenmacher. Im Ort staut sich der Verkehr glücklicherweise auf der anderen Seite. Wir machen einen kurzen Boxenstopp am Ortsausgang beim großen Supermarkt "Match" (Tipp: die Dose Bitburger kostet hier 0,69 Euro statt 1 Euro an der Tanke) und sehen zu, dass wir von dort aus zurück ins Müllerthal kommen.

Leider ist auf der B14 die Abfahrt zum "Müllerthal" gesperrt. So fahren wir über Biwer und Cronsdorf nach Echternach. Leicht bedröppelt (da wir uns unterwegs einen schlimmen Motorradunfall haben ansehen müssen – tja, die Sonne blendet gerade um diese Jahreszeit teilweise doch arg), drehen wir noch kurz Richtung Irrel ab (da E-Plus in Bollendorf kein Netz findet) um telefonisch in Erfahrung zu bringen, ob der Kater zu Haus nicht mal wieder die Tür eintritt.

Kampfkater Jimmy

Aufgrund einer Restaurantempfehlung unseres Vermieters wollen wir eigentlich im Gasthaus "Bei Anni" (zwischen Echternacherbrück und Bollendorf) einkehren. Dort hat man sich den Dienstag allerdings als Ruhetag auserkoren, so dass wir ziemlich ausgehungert weiter nach Bolldendorf hechten. Mittlerweile sind wir recht durchgefroren, denn ab 19 Uhr wird es um diese Jahreszeit im T-Shirt und ohne Innenfutter ganz schön frisch.

Nach einer sich hinziehenden, planlosen Sucherei fallen wir in die örtliche Pizzeria ("Alponte" oder so…) ein. Wir bestellen eine große Calzone, einen Tonno-Salat, eine kleine Pizza-Margherita und zwei Kaff. Das Essen ist genießbar, kann aber nicht überzeugen, dort ein weiteres Mal einzukehren.

Egal, denn die zahlreichen Eindrücke des Tages wirken weiter fort: Die sich durch den Wald schlängelnden Bäche, die bizarren Felsen und ganz gleich, wo man auch abbiegt, es dauert nicht lange und es erwarten dich einfach wunderschöne Kurven bei einem größtenteils genialen Straßenbelag!

Als wir zurückgekehrt und frisch geduscht dorfabwärts tapern und ein paar Runden durch den verschlafenen Ort und dem gegenüberliegenden Bollendorf-Pont drehen, um unsere vom Fahren eingerosteten Gelenke zu lockern, müssen wir leider erfahren, dass die vortags besuchte Kneipe offenbar genau dann schließt, wenn keine Kundschaft mehr im Laden weilt. Uns ganz kurzzeitig grämend, nicht im wesentlich lebendiger erscheinenden Nebenort Echternacherbrück untergekommen zu sein, steuern wir den "Istanbul-Grill" an. Dort lassen wir uns im "Biergarten" (haaa!) nieder und schlürfen unser "Gute-Nacht-Bierchen&quot auf Plastikstühlen, bevor wir dann dem steilen, nicht enden wollenden Anstieg zu unserer Ferienwohnung ins Auge blicken.

Gefahrene Tages-Km: 238 km

Mittwoch, 23.09.2009 – Tourmotto: Kreuz und quer durch Luxemburg

(km-Stand: 10.755)

Wie bereits am Vortag zeigt sich Bollendorf zunächst verhangen-nebelig – somit kein Grund zur Hektik!

Nach unserem bergziegenmäßigen Ab- und Wiederaufstieg zwecks Brötchenholens lassen wir es weiterhin in aller Ruhe angehen. Als es endlich aufklart, satteln wir unsere Möppis.

Nach kurzem Tankstopp auf Lux-Seite fahren wir rechts herum an der Sauer entlang, bis wir bei Grundhof das Schild Richtung "Mülerthal" sehen.

Prompt dort abgebogen folgen wir dem Hinweisschild zum Müllerthal, Berdorf rechts liegen lassend. (Wenn wir zu dem Zeitpunkt nur geahnt hätten, was uns dort beinahe entgangen wäre, wenn wir dort später nicht erneut aufgeschlagen wären?)

Heute sind wir komplett auf "Foto-Session" gepohlt. Drum können wir nicht umhin, bereits kurz nach der Einfahrt ins Müllerthal hinter dem "Schießentümpel" anzuhalten und mit unseren Kameras herumzuspielen.

Schiessen-Tümpel Luxemburg 

Weiter geht’s nach Blumenthal und von dort über Reuland, Heftingen, Fischbach, Schoos und Angelsberg nach Cruchten, um danach weiter Richtung "Burg Colmar" und Bissen bis Useldange zu fahren. Einige Straßen haben wir bereits am Vortag gesehen, einige sind uns völlig fremd. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Egal ob kurvige Waldstücke oder kurvige "Oberlandfahrten&quot – allesamt sind sie des Fahrens wert!

Schließlich erreichen wir – beinahe in Trance – das extrem hübsche kleine Dorf Esch-sur-Sure. Derart berauscht vom Fahren können wir uns leider nicht aufraffen, einen Stop einzulegen, um uns den Ort ein wenig näher anzuschauen.

Während wir am Vortag in entgegengesetzter Richtung noch über Unebenheiten im Fahrbahnbelag fluchten, erweist sich die Strecke (B27) Richtung Bourbach in DIESER Richtung als beinahe perfekt und die Landschaft zwischen Michelau und Erpeldange raubt einem beinahe den Verstand.

Luxemburgische Ardenennen

Nach dem ultimativ-berauschenden Kurven-Hype halten wir kurz in Ettelsbrück und stürmen die Eisdiele " Ciao-Ciao" in der "Grand Rue". Weder die Portionen noch der Preis (ca. 1 Euro teurer als in D’land) können uns überzeugen. So beschränken wir uns auf einen Kaffee und einen Latte Macciato und ziehen weiter über Schonnweiler und Nonnen nach Larochette.

Weil’s so schön ist, nehmen wir erneut die Strecke über Waldbillig zur Burgruine Beaufort und lassen unseren Digis dort freien Lauf.

Burgruine Beaufort

Burgruine Beaufort  Burgruine Beaufort

Völlig hin und weg überzeugt uns die Idee, trotz Hinweisschilder auf Straßensperrungen Richtung Berdorf zu fahren. Kurz vor Erreichen des Ortes erwartet uns ein Anblick der besonderen Art, der uns beinahe den Atem raubt: "La Chaire", der "Predigtstuhl"!

Predigtstuhl La Chaire

Spontan direkt auf dem Parkplatz dahinter den Anker geschmissen, erfreuen wir uns wie die kleinen Kniebeißer an diesen Waaahnsinnsfelsen und klettern jeck bis knapp vor’m Deo-Versagen an und um die "Schluffs" herum.

  Predigtstuhl La Chaire

Betört von all der zuvor förmlich eingesogenen Schönheit der Natur, übersehen wir nach unserer Weiterfahrt in Berdorf offenbar die nächste Straße nach Bollendorf. Auch egal, denn schließlich finden wir doch noch eine Strecke nach Echternach und fahren dort nach Ortseingang noch kurz noch tanken, um dann über die Brücke nach Deutschland (Echternacherbrück) zurückzukehren.

Von dort aus geht’s Richtung "Heimat" (Bollendorf), mit der festen Absicht, spätestens heute einmal die hochwohlgelobten "günstigen und leckeren" Schnitzel im Gasthaus " Bei Anni’s " auszuprobieren.

Die Terrasse des Gasthauses ist ganz gut gefüllt: offenbar handelt es sich um Arbeiter einer in der Nähe ansässigen Firma, die sich hier in der Einöde auf ein Feierabend-Bierchen treffen. Die Speisekarte ist übersichtlich und "bodenständig" und macht aufgrund der vernünftigen Preise Lust auf mehr.

Die Warterei auf’s Essen allerdings weniger. Es hat den Anschein, als handele es sich um einen Ein-, höchstens aber Zwei-Mann-Betrieb und die Wirtin war – zumindest während unserer Anwesenheit – allein schon mit der Zapferei gut ausgelastet. Vielleicht hilft’s aber auch, einfach nur "Anni" zu rufen, wenn man noch etwas möchte, statt brav in der Ecke zu hocken und darauf zu warten, wann (und ob) man ein zweites Mal bedient wird??

Genau 18 Euro werden wir dort los: Als Gegenleistung erhalten wir ein Jäger- und ein Zigeunerschnitzel (mit Dosenpraprika) nebst Bratkartoffeln (uaaah, mit Speckgeschmack), einen mickrigen (angewelkten) Salat mit labberigem Krautsalat aus der Dose und zwei Kaffee. Zumindest waren die Schnitzel fett- und sehnenfrei und somit wirklich lecker. Hier noch einmal einkehren? – Nicht unbedingt! – …Aber vielleicht mal zum Sattwerden in Geldnot, wenn der tägliche Vitaminbedarf vorab anderweitig gedeckt werden konnte.

Als wir nach dem Essen gegen 20 Uhr zurück sind und eine halbe Stunde später endlich ausgehbereit sind, drehen wir unsere übliche "Eingerostete-Knochen-Reaktivier-Runde".

Da anschließend mittlerweile wieder einmal alles geschlossen hat, was Pilsbier ausschenkt, "genießen" wir unser Tourschluss-Gute-Nacht-Bierchen erneut aus Flaschen auf den Plastikstühlen des örtlichen "Istanbul-Grills". Der Inhaber(?) ist jedenfalls sehr nett! – Verlangt aber bloß nicht "Krefelder", sondern sagt lieber "Mixery" und fragt bloß nicht, warum mal wieder kein Kebap da ist! *Achtung-doppelpunkt-Insider-Gag!*)
(Wichtiger Hinweis für potentille "Nachahmer": der Imbiss schließt um 23 Uhr!)

Fazit des Tages:
1. Irgendwelche "Schnüffs" in voller Montur hochkraxeln ist extrem schweißtreibend!
2. Norby hasst Berge! (zumindest, wenn er diese zu Fuß erklimmen muss *fg*)
3. Superschöne Tour, aber Essen bei "Anni’s" kann man sich sparen!

Gefahrene Tages-Km: 192 km

Donnerstag, 24.09.2009

(km-Stand: 10.947)

Geplant haben wir für heute eine "wir-fahrn-mal-fix-runter-bis-Frankreich-Tour"!

Anders als an den Vortagen versteckt sich die Sonne selbst nach Nebelauflösung hinter dicken Wolken, die nach dem Frühstück immer mehr zu Regenwolken mutieren und spätestens zu diesem Zeitpunkt auf einen Schlag die schwüle Luft gegen empfindlich Kalte austauschen. Kann uns alles gar nicht beeindrucken: Also schnell noch die Regenkombis eingepackt und auf geht’s!

Nach Durchfahrt von Echternach auf Luxemburger Seite finden wir uns ganz fix im Müllerthal wieder und steuern zunächst Richtung Luxemburg-City. Eigentlich wollen wir gern "schräg rüber" Richtung Mersch, allerdings wissen das einige Straßensperrungen zu verhindern, so dass wir uns – eher ungewollt – immer näher an Luxemburg-City herantasten.

Als uns gerade noch 8 Kilometer bis in die luxemburgischen "Metropole" trennt und die Straßen sowohl voller als auch gerader werden, werfen wir fix den Anker und biegen ab Richtung Walferdangen. Über Bridel und Kopstal geht es nach Turtange – leider etwas zu weit und wir kehren noch einmal um, um das restliche "Tal der sieben Schlösser zu befahren.

Bis Septfontaines quälen wir uns hinter einem blöden, unüberholbaren Linienbus her. Die Strecke nach seinem Abbiegen bis Hobscheid ist landschaftlich eventuell leicht-interessant, die restlichen 4 Schlösser hat zumindest meinereiner nicht entdecken können…

Auch wenn der Himmel Richtung Frankreich heller zu sein scheint und wir uns eigentlich auch den südlichsten Zipfel Luxemburgs anschauen wollten sind wir sicher, dass wir volle Straßen nicht mögen und dann lieber auf Sonnenschein verzichten und Bewölkung in Kauf nehmen. So steuern wir über Saeul auf die B12 bis Wiltz.

Unterwegs sehen wir einen schräg nach oben(!) laufenden Fußballplatz, von dem wir leider kein Foto gemacht haben. (Okay-okay, als wir den Hügel herunter gefahren waren und uns auf einer Ebene mit dem Platz befanden, war er denn tatsächlich gerade – nichtsdestotrotz: DIE perfekte optische Täuschung und somit auf jeden Fall eine Erwähnung wert! )

Vor Wiltz entdecken wir eine fantastische Strecke (einfach den Nicht-LKW-Schildern folgen und (über Kanndorf oder so???) in den Ort reinfahren!

Nachdem wir unsere Möppis in Rathaus-Nähe geparkt haben, laufen wir ein wenig die Straße hoch; allerdings spricht uns keins der dort liegenden Cafes an. Kurzerhand kehren wir in der kleinen Brasserei (neben dem Supermarkt "Match" links vom Rathaus) ein, da dort Zigarettenqualm von innen nach außen dringt.

Da es sich mittlerweile ziemlich abgekült hat, genießen wir es umso mehr, auch hier DRINNEN rauchen zu dürfen. Zur Zigarette gibt’s dann einen Kaffee und einen wohlschmeckenden Hamburger für Norby, damit er mir nicht vom Fleisch fällt! *fg*

Vor unserer Weiterfahrt werfen wir uns fix ’nen Pulli bzw. ’ne Regenjacke über und weiter geht’s über die B26 über Kautenbach nach Consthum: Einfach eine supergoiiile Strecke, auf der eine Kurve die nächste jagt! (Achtung, seid auf der Hut! Manche Kurve sieht harmloser aus, als sie ist!!!)

Fährt man ab Consthum Richtung Vianden, wird die Straße breiter, kann aber trotzdem mit einigen sehr schönen, langgezogenen Kurven begeistern.

In Vianden angekommen, könen wir natürlich nicht umhin, zumindest kurz auf einem Parkplatz anzuhalten, um einen Blick auf die Burg zu werfen.

Vianden

Nachdem alle Fotos im Kasten sind, folgen wir der B17 Richtung Diekirch, bevor wir kurz vor Erreichen des Ortes auf die B19 Richtung Bettendorf – Reisdorf und Wallendorf schwenken (unspektakulär, aber führt zumindest direkt nach Bollendorf!)

Vom Essen in unserem Ferienort irgendwie "bedient", beschließen wir, noch ein Stückchen weiter zu fahren und so geht’s über Echternacherbrück nach Echternach.

In der Altstadt angelangt, stellen wir sicher, dass sich unsere Möppis auf dem Marktplatz unter all den zahlreichen Motorrädern aus den Niederlanden wohlfühlen und machen uns hungrig auf zu einem kleinen Stadtrundgang, bedauernd, dass die Einkaufsläden leider bereits alle geschlossen haben.

Als wir auf Höhe der Sankt Willibrordus Basilika ankommen, sticht uns ein kleines "Cafe" (Cafe de la Culture) ins Auge, das draußen auf einem Schild u.a. mit einem Schnitzel-Tagesmenü wirbt und IN dem wir rauchende Menschen erspähen. Also nichts wie rein!

Als wir uns in dem schummrig-gemütlichen Etablissement auf einer kleinen Empore niedergelassen haben, ordern wir das Menü (Suppe + Zigeunerschnitzel mit Pommes + Dessert nach Wahl) für Norby, während meinereiner sich am angebotenen Chili-con-Carne zu ergötzen gedenkt.

Norby fand die Suppe ok (sah aus wie "Bohnensuppe"), das Zigeunerschnitzel lecker und war mehr als angenehm überrascht, sich das "Dessert" anschließend aussuchen zu dürfen (Eis? Käsekuchen? Pudding? Espresso? – seine Wahl fiel auf ’nen Kaff!). Das Chili war zwar weniger gut als einst zu Silvester in Cuxhaven, aber dennoch lecker, sättigend und dazu gab’s endlich mal frisches Baguette!

Nicht nur allein wegen des endlich mal vernünftigen Latte Macciatos beginnen wir langsam zu bedauern, den Abend nicht HIER ausklingen lassen zu können! ;-)

Tipp zu Echternach: In Echternach haben wir kein Hinweisschild auf das deutsche Echternacherbrück gefunden. Das Beste ist, tatsächlich erst einmal über die Brücke vom deutschen in den luxemburgischen Teil zu fahren, um sich auf dem Rückweg besser orientieren zu können, denn die "Deutschland-Schilder" führen Richtung Wasserbillig bzw. Trier!

Leider zurück nach Bollendorf-kehren-müssend bemühen wir uns dort abens noch einmal runter ins Dorf.

Und – oh Wunder – "Die kleine Kneipe" (die angeblich nur dann aufgemacht wird, wenn dem Wirt gerade danach ist und die wir im Vorbeifahren als "offen empfunden" haben) hat tatsächlich immer noch geöffnet, als wir unseren Rundgang beendet haben! *freu*

Da wir ortsfremd und somit weniger "nachtragend" als die Einheimischen sind, kehren wir selbstredend dort ein. Erstaunlicherweise dürfen wir auch hier unsere Glimmstengel im Warmen entzünden. Nach drei null-vier-Pilsbier und einem "Drecksack" verlassen wir den – zu dem Zeitpunkt immer noch recht gut besuchten – Schuppen um stolze 14,80 Euro ärmer.
(Zum Vergleich: beim netten Imbiss "um die Ecke" berappten wir lediglich 6 Euro 80 – allerdings für null-dreiunddreißiger aus der Flasche und ein wenig Gemütlichkeit will wahrscheinlich einfach mitbezahlt werden.)

Zum Ende des Tages quälen wir uns erneut den steilen Berg hoch und fallen direkt in einen tiefen, erholsamen Schlaf.

Gefahrene Tages-Km: 219 km

Freitag, 25.09.2009 – Leider müssen wir wieder heim!

(km-Stand: 11.166)

Da wir an keine feste Bungalow-Räumungs-Zeit gebunden sind, lassen wir es erneut ganz ruhig angehen, um uns sodann gegen 11 Uhr auf den Weg zu machen.

Eben noch fix auf luxemburgischen Terrain getankt und mit Tabakkrams eingedeckt, geht’s los der Sauer entlang nach Vianden. Ein kleiner Umweg muss sein und so fahren wir einmal kurz durch das Dorf: Ein wirklich sehr hübscher Ort, wenngleich iach nicht wirklich auf Kopfsteinpflaster stehe. Schließlich geht es weiter in die Eifel: Richtung Neuerburg, dann Richtung Waxweiler und Prüm.

Leider sind die ausgewählten Straßen mehr als mies, so dass der Spaßpegel auf ein Minimum sinkt (vielleicht sind wir von Luxemburg zu verwöhnt???). Endlich in Prüm angekommen, wechseln wir auf die megaöde B51, denn irgendwie kommen wir anders so gar nicht voran.

Ein Blick auf die Uhr empfiehlt uns in Blankenheim angelangt, die Autobahn zu meiden und Richtung Schleiden zu fahren, denn wer spielt schon gerne freitags mittags "Staufahren" rund um Köln herum?

Im Nachhinein erweist sich diese Entscheidung leider als Fehler. Wenngleich sich die Sonne noch durch die Wolken quält, sind wir spätestens durchgefroren, als wir den Berg hinab Richtung Schleiden fahren (blöde saukalte Eifel!)

Im Ort lassen wir uns zum Aufwärmen in einem amerikanisch-angehauchten Imbiss nieder und uns einen Burger mit Kaffee servieren. Schmeckt nicht übel, aber irgendwie bleibt die Stimmung auch weiterhin im wahrsten Sinne des Wortes ein wenig "frostig".

Um die Autobahn zu umgehen, geht es dann (eher schleppend) Richtung Zülpich, Kerpen, Bergheim und Neuss: Die öden Bundesstraßen nerven tierisch und der LKW-Verkehr umso mehr!

Kurz vor Neuss drehen wir schließlich auf die A57 ab und geraten selbst in den späten Nachmittagsstunden noch in einen netten Stau *angenervt-dreinschau*

Für weitere "Spielchen" bleibt leider keine Zeit (gleich wird’s dunkel und NOCH schattiger!) und so geht’s weiter über die A42 bis Essen und von dort über die A52 direkt bis Haltern, wo wir uns vor unserer Rückkehr ziemlich entnervt auf ’nen Abschluss-Kaff im Lakeside Inn niederlassen.

Gefahrene Tages-Km: 364 km

Fazit der Tour:

Gefahrene Gesamt-Kilometer: 1.361 km (km-Stand: 11.530)

Oberhalb Luxemburg-City haben wir wunderschöne Straßen gefunden – der südliche Teil blieb unerkundet, da es uns dort einfach zu voll war. In welcher Gegend Luxemburg’s man aber auch immer fährt, einfach merken: Wo folgendes Schild auftaucht, lohnt sich der Weg! 🙂

Merke:

1. Echternach hat was!

2. Je näher an Lux ran desto voller und kurventechnisch unspektakulärer!

3. Bollendorf mit seinem unbefriedigendem Nachtleben kann man getrost außen vor lassen!

4. Je tiefer mitten in Lux, desto besser Straßen und Kurven

5. Nicht nur das Müllerthal rockt!

6. In Lux spricht man überall standardmässig französisch, hört jedoch mitunter fämische Radiosender und spricht bestimmt auch deutsch!

7. In Lux gibts beinahe an jedem Ortseingang Geschwindigkeitsanzeiger und blinkende Achtung-50-Schilder! Die Geschwindigkeitsanzeiger zeigen ca. 5 km weniger als die streety-gefahrende Geschwindigkeit => checken lassen!

8. FeWo auf deutscher Seite gibt’s en masse, aber vielleicht ist der Eintrag im Fremdenverkehrsamt so teuer, dass es die wenigsten tun? Anders lässt es sich jedenfalls kaum erklären, dass direkt in Luxemburg-Nähe derart wenig Wohnungen zu finden sind…

9. In Lux durfte in jeder von uns besuchten Gaststätte ausnahmslos geraucht werden!!! Warum???
Im nahen Grenzgebiet gab es dahingehend ebenfalls kein Problem.

10. Künftig vorher checken, wie steil eine Ferienwohnung auf dem Hügel liegt: Norby verging bei der aktuellen Unterkunft glatt und ernsthaft der Spaß!

11. Die Strecke Wiltz – Clervaux mussten wir leider auslassen: spätestens bei der nächsten Tour Richtung Südeifel gehört diese unbedingt gefahren!

12. Manche Streckenempfehlungen der ADAC-Tourenkarte Luxemburg/Eifel-Ardennen sind tatsächlich top! Einige taugen aber weniger.

13. Große Tassen, ein Ascher und Superfloss gehören einfach ins Gepäck!

Vielleicht mögen einige andere Orte attraktiver sein: in Bollendorf übernachtet man in einem Ferienbungalow jedoch noch für 30 Euro die Nacht (+ 30 Euro Endreinigung, 6,80 Euro Kurtaxe für 2 Personen und ca. 36 Euro Nebenkosten bei Übernachtungen) – für den Preis ist bestimmt kein Hotel zu bekommen und schonmal gar nicht in Luxemburg!.

So klein Luxemburg als Land auch ist, besteht es doch aus verschiedenen Regionen:
Der Zipfel im Norden – angrenzend an Belgien im Norden als auch Westen und Deutschland im Osten – nennt sich „Les Ardennes“ (die Luxemburger Ardenennen). Südlich der Luxemburger Ardennen befindet sich in der Osthälfte „Le Coeur du Bon Pays“ (zu dem auch Luxemburg-Stadt gehört), während man im Westen das „Müllerthal“ (die kleine Luxemburgische Schweiz) und „La Moselle“ (die sich bis runter nach Schengen zieht und zum Dreiländereck führt) findet. Am südlichsten Zipfel schließlich grenzt „La Terre Rouge“ an Frankreich an.
Eine schöne Karte findet man unter: www.larochette.lu/German/Find_larochette.htm

Lohnende Surf-Tipps:

 

 


Copyright: N+S (19.11.2005)
Letztes Update: 19.07.2014