4-Länder-Tour

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4 Länder-Tour:

Hessen – Baden-Württemberg – Saarland – Rheinland-Pfalz
vom 25. – 30.04.2008

Freitag, 25. April 2008

(km-Stand: 7.565)

Gegen 14:30 Uhr brechen wir endlich auf zu unserer allerersten Tour mit unseren neuen Möppis:
Kaum haben wir Selm erreicht, beginnt es zu tröpfeln. Na klasse, das fängt ja suuuper an! Aber egal: warum sollte uns sowas beirren?

Aus Zeitgründen führt uns der erste Teil des Anfahrtsweges ab Waltrop über die langweilig-öde A45. Nach einem Kurz-Kaff-Fassen-Stop an der Raststätte Rövelder Mühle bei Schalksmühle geht’s weiter bis zur Abfahrt Haiger/Burbach, wo wir die stupide Brezelstrecke endlich verlassen und uns auf die B54 schlagen.

Nach einer weiteren Rauchpause und 211 km später sind wir gegen 17:30 Uhr am heutigen Ziel: Limburg an der Lahn.

Nachdem im Hotel Montana kein Doppelzimmer mehr zu bekommen ist, haben wir mehr Glück bei der Pension Lahnbistro mitten in der Stadt. Trotz des Rauchverbots in der Pension erweist sich unsere Wahl als absoluter Glücksgriff: das geräumige Zimmer ist topmodern ausgestattet und verfügt über einen großen, überdachten Balkon, der sich über die gesamte Zimmerlänge (Schlaf- und Badezimmer) erstreckt. Die Wirtin ist supernett und bietet uns sogar an, eine Garage auszuräumen, damit wir unsere Möppis unterstellen können (der abgeschlossene Parkplatz hinterm Haus reicht uns sicherheitstechnisch allerdings aus); auch bekommen wir einen Aschenbecher für den Balkon 😉


Nach dem Duschen machen wir uns auf in die keine 200 Meter entfernte Altstadt. Zunächst suchen wir uns eine Bleibe zum Speisen. Unsere Wahl fällt auf die Gaststätte Schwarzer Adler. Sowohl das Cordon Bleu als auch das Zwiebelschnitzel mit Bratkartoffeln mundet ganz gut. Im hinteren Teil der Gaststätte finden wir sogar einen Raucherraum, so dass uns das Vordertür-Gepaffe erspart bleibt. Nach dem Essen bestaunen wir noch ein wenig die schöne Limburger Altstadt inclusive dem wunderschönen Dom, bevor wir uns dann in Ricks Cafe Americain (neben dem Cineplex-Kino) häuslich niederlassen und draußen ausharren, bis man gegen Mitternacht draußen schließen muss und uns hereinbittet.

Samstag, 26. April 2008

(km-Stand: 7776)

Am nächsten Morgen versuchen wir erst einmal, den fehlenden Schlaf der Woche nachzuholen. Da sich unten in der Pension ein Frühstückscafe befindet, sind wir glücklicheweise an kein bestimmten Frühstückszeiten gebunden und da wir das Zimmer erst um zwölf räumen müssen, haben wir alle Zeit der Welt ;-)Das Frühstücksbuffet ist richtig prima und selbst der Kaffee aus dem großen Kaffeeautomaten schmeckt ganz passabel.

Gegen 12:30 Uhr stehen unsere Maschinen vollgetankt an der Tankstelle und warten gebannt auf den ihnen versprochenen Ausflug:
Unser Weg führt uns zunächst über die B417 bis Wiesbaden und von dort aus nach Mainz-Kastel, wo wir nach der Rheinüberquerung (Theodor-Heuss-Brücke) eine wunderschöne Aussicht auf den Landtag und die Staatskanzlei genießen, an die sich das kurfürstliche Schloss reiht. Das Wetter ist einfach bombig und wir machen Rast am Raimunditor am Rhein.

Nur schwer können wir uns zum Weiterfahren aufraffen; schließlich aber geht es weiter am Rhein (B9) entlang bis Oppenheim. Leider scheitert der Versuch, unsere Moppeds in der dortigen, hügeligen Altstadt kippsicher abzustellen, drum fahren wir die unspektakuläre B9 weiter bis nach Worms, wo der Rathausvorplatz mit einer Super-Eis-Bude (Eiscafe Vanini) aufwartet!

Zwei Eis und zwei Kaffee später machen wir uns über Ludwigshafen – Speyer – Hockenheim und Schwetzingen auf zum aktuellen Tagesziel: das Hotel Kranich in Heidelberg-Pfaffengrund, wo wir ein Zimmer vorreserviert haben. Leider ist die Eingangstür verschlossen und auch unser Klingeln mag niemand erhöhren. 🙁
Da es schon recht spät ist, buchen wir schnell per HRS im Tulip Inn in Schwetzingen nach (Achtung: superteuer, blöde Lage im Industriegebiet und sein Geld absolut nicht wert!). Tja, wirklich schade, dass Speyer gerade an diesem Wochenende wegen diesen blöden Gewichtshebermeisterschaften (oder was auch immer) hoffnungslos ausgebucht war!

Nach dem häuslichen Einrichten laufen wir in die Innenstadt und lassen uns im Weldebräu Stammhaus Restaurant nieder,wo uns Zigeunerschnitzel und Putensalat vorzüglich munden.
Danach zieht es uns ins Kaffeehaus Schwetzingen am Schlossplatz (zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnend, dass man im gegenüberliegenden Lokal für ein Pilsbier glatte 1,10 Euro weniger zu zahlen hat!) Als es langsam frisch wird, verziehen wir uns in die rückseitige Raucherkneipe. Dort stellen wir dann erstaunt fest, dass es sich um ein- und dasselbe Lokal (mit 2 Eingängen) handelt. In der Kneipe ist es voll und wirklich seeehr verraucht (mitterlerweile verzichtet man dort offenbar gänzlich auf’s Lüften!), letztendlich aber ganz nett! Leider haben wir vergessen das coole „Nichtraucher-müssen-bitte-vor-der-Tür-nichtrauchen“-Schild zu fotografieren 😉

 

Sonntag, 27. April 2008 – ADAC-Kurventraining-Tag im FSZ Hockenheimring

Da Sonntag ist, gibt es glücklicherweise Frühstück bis 11 Uhr; nicht schlecht, zumal wir noch viel Zeit haben, denn das Sicherheitstraining im Fahrsicherheitszentrum auf dem Hockenheimring beginnt erst um 14:30 Uhr. Das superteure Frühstück bietet beinahe alles, was das Herz begehrt (man kocht uns sogar ein 6-Minuten-Ei)…

Nach dem Frühstück fahren wir direkt nach Hockenheim, um den Weg zu orten und uns danach im kleinen Städtchen auf einen Kaffee im Et cetera niederzulassen. Es ist lecker-warm und aufgrund der bevorstehenden öden Wartezeit bedauern wir es kurzfristig sehr, stattdessen nicht in kurzen Hosen an einem netten See sitzen zu können.

Als es endlich Zeit wird, macht sich Norby auf zu einer kleinen Tour, während meinereiner auf das riesige Hockenheimring-Gelände fährt. Dort tobt an dem Tag so richtig der Bär: es tagt gerade das
Jim Clark-Revival-Rennen und die Lautstärke ist enorm!

Auch im Fahrsicherheitszentrum ist es extrem voll: neben uns 6, die das Kurventraining-für-Einsteiger gebucht hatten und Trainer Ralf, tummeln sich zahlreiche Dosen auf dem Platz, die spektakulär aussehende Übungen auf gewässerten Strecken durchführen. Leider "vertreib" man uns als kleinste Gruppe mehrfach von unseren ausgewählten Übungsplätzen. (Sind die Dosenfahrer etwa was Besseres??? *grumbel*)

Lobenswert ist hingegen, dass an jedem der zahlreichen Übungsstationen ein ADAC-Häuschen aufgestellt ist, in dem man sich kostenlos an einem Wasserautomat bedienen darf. Wegen der Rennveranstaltung fehlt allerdings jegliches weitere "Catering". Schade schade: ein Kaffee zur rechten Zeit hätte sicherlich dazu beigetragen, nicht bereits um 18 Uhr auf die Uhr dem Veranstaltungsende entgegen zu schielen!

Der Platz selbst ist allerdings klasse und die Möglichkeiten reichten von Spitzkehre am Berg bis hin zu einer Kreisbahn. Daneben steht ein Auslegermotorrad zur Verfügung. Letzteres kam bei uns letztendlich gar nicht mehr zum Einsatz (warum eigentlich nicht???). Bedauerlich auch, dass viele Flächen für die Pkw-Fahrer extrem unter Wasser gesetzt waren; weiteres Handicap gerade für unsichere Fahrer: für die Autos waren supertolle Gleitflächen aufgebaut worden, vor dessen Befahren der Trainer uns eindringlich warnte. Dumm nur, wenn einen der Blick unweigerlich immer wieder gerade auf diese leiten will…

 

Gegen 19:45 Uhr mache ich drei Kreuze endlich nach Hause zu können; mein Magen hängt mir bereits in den Kniekehlen. So fahren wir direkt nochmal nach Hockenheim hinein, um im Et cetera (s.o.) zu speisen: das Putenschnitzel mit frischem Spargel auf Toast und Putenragout mit Spätzle sind megalecker. Kurz bevor es endgültig düster ist, fahren wir nach Hause und haben immerhin 82,7 (bzw. 118 km => Norby) mehr auf dem Tacho.

Nach dem Duschen geht’s erneut ab in die Schwetzinger "Stadt": diesmal lassen wir uns im Biergarten der Cubar nieder und sitzen eine ganze Weile draußen, bevor wir dann IN der Bar die Latino (bzw. Salsa-)Tänzer bestaunen.

Montag, 28. April 2008

km-Stand: 8.052

Ursprünglich hatten wir geplant, noch eine weitere Nacht in Speyer zu verbringen: fix ein Hotel buchen, unsere Sachen abladen und nix wie hin in den Pfälzer Wald. Da die Wettervorhersage nichts gutes verheißen mag, starten wir allerdings gegen 11:45 Uhr direkt über Speyer in Richtung Saarland

Nach einem kleinen Abstecher über Neustadt an der Weinstraße versuchen wir diese wunderschöne Motorradstrecke bis Annweiler aufzuspüren, die uns die Motorradkarte verspricht. Doch Pustekuchen: wieder mal nichts zu finden und ehe wir uns versehen, sind wir bereits über Edenkoben nach Landau in der Pfalz gelangt. Naja, das Wetter wird ohnehin immer schlechter. So nehmen wir die landschaftlich sehr schöne, tunnelübersäte B10 Richtung Pirmasens, wobei es bereits unterwegs zu tröpfeln beginnt.

   

In der hügeligen City pausieren wir bei einem Kaffee, dehnen die Pause aufgrund des Wetters allerdings nicht über Gebühr aus.

Kaum wieder durchgestartet, überredet uns die sich vor uns bedrohlich auftürmende dicke dunkle Wolkenwand erneut zu stoppen, um uns in unsere Regensachen zu schälen (wie ich DAS hasse!).

Weiter geht es in Richtung Zweibrücken; das Wetter wird immer schlechter…
Danach folgt leider die Ungerechtigkeit pur: wunderschöne kleine Straßen, extrem schöne Kurven, aber absolut mieses Wetter mit kaltem Wind!

Als wir völlig durchgefroren in St. Wendel ankommen, mögen wir wirklich keinen Meter weiterfahren!
Wir parken am Marktplatz und es geht auf zur Touri-Info (angesiedelt in einem Reisebüro). Der Herr ist wirklich nett und bemüht und telefoniert für uns die Hotels ab. Leider gibt es just an jenem Abend offenbar eine Veranstaltung in dem kleinen Nest, so dass alle zentralen Hotels bereits belegt sind.
Schließlich buchen wir im Hotel am Sportpark etwas außerhalb. Wie wir später feststellen, gehört dies neuerdings zum bikerfreundlichen Partner-Haus Cafe le Journal und wird gerade kräftig umgebaut.
Unser Zimmer ist ganz ok, hat die Maßnahme allerdings auch nötig. Der Empfang ist wirklich außerordentlich nett. Auf Nachfrage können wir unsere Möppis in einer Garage abstellen. Als wir nach dem Duschen an der Rezeption vorbeikommen, bietet uns der Cafe-Journal-Chef(?) an, uns mit runter in den Ort zu nehmen, was ihm unsere knurrenden Mägen herzlich danken!

Essenstechnisch entscheiden wir uns an diesem Abend für "griechisch" und landen im Restaurant Dionysos. Nach einem leckeren Abendmahl laufen wir – mangels offener Kneipen in der City – direkt wieder hoch zum Hotel und lassen den Abend ganz nett in der Hotelbar ausklingen.

Dienstag, 29. April 2008

km-Stand: 8.245

Oha, Frühstück gibt es hier nur bis 10 Uhr, also ist frühes Aufstehen angesagt. So stehen wir bereits gegen 11 Uhr mitsamt direkt übergezogenen Regenkombis startklar vor dem Hotel und hoffen, die blöden Wolken mögen sich möglichst schnell verziehen. Der Wettergott hat tatsächlich ein Einsehen und lässt uns an diesem Tage unbehelligt…

Zunächst schlagen wir uns auf die B41 über Nohfelden Richtung Idar-Oberstein, dann Richtung Simmertal und schließlich die B421 bis Simmern. Die Landschaft ist mit dem sich neben der Fahrbahn schlängelnden Bach wirklich wunderschön und die Strecke ist wirklich nicht zu verachten. Danach geht’s bis Kastellaun und über die Hunsrückhöhenstraße bzw. Deutsche Alleenstraße bis Koblenz. Das Wetter spielt mit und das Fahren macht so richtig Spaß!

In Koblenz machen wir gegenüber der Burg Ehrenbreitstein (Nahe Deutsches Eck) an einer kleinen Kaffeebude direkt am Rhein Rast. Danach geht’s eher unspektakulär weiter (auf der autobahnähnlichen B9 bis Remagen).
In Remagen angekommen, ergattern wir ein freies Zimmer im Pinger Hotel (direkt gegenüber dem örtlichen Bahnhof). Unsere Möppis dürfen im Hinterhof stehen, der nachts verschlossen wird (Achtung: Anfahrt über Kieselweg!) Das Hotel scheint schonmal bessere Tage gesehen zu haben, aber das Zimmer ist zweckmäßig eingerichtet, sauber und der Blick geht in den Hinterhof (wer "vorn" heraus "wohnen" muss, hat sicher verloren, da die ständigen Lautsprecherdurchsagen vom Bahnhof sicherlich schwer nerven).

Nach dem Duschen geh’s ab ins "Dorf" (der Ort ist kleiner als man annehmen könnte!) und zunächst genießen wir Pizza Calzone bzw. Putensalat im Ristorante da Franco am Rhein. Danach bestaunen wir die (Reste der) Brücke von Remagen (naja, muss man nicht unbedingt gesehen haben!), testen die Raucherkneipe "Zur Falle", stellen dort ebenfalls fest, dass man auch hier offenbar tatsächlich auf jegliche Außenbelüftung verzichtet und ziehen es vor, den Abend somit im Biergarten unseres Hotels ausklingen zu lassen.

Mittwoch, 30. April 2008

km-Stand: 8.485

Aufstehenstechnisch werden wir immer früher: Frühstück gibt es hier bis maximal um 9:30 Uhr und das Zimmer muss eh um 10 Uhr geräumt sein.
Als wir gegen 9 Uhr zum frühstücken gehen, können wir uns glücklich schätzen, die letzten (wenngleich ausschließlich hellen) Brötchen zu ergattern. Der Kaffee ist wesentlich stärker als der am Abend zuvor im Biergarten genossene und schmeckt nicht wirklich nach mehr.

Ob wir tatsächlich um 10 Uhr raus sind, interessiert allerdings nicht wirklich jemanden; es erbarmt sich nichtmal wer, unseren Zimmerschlüssel entgegenzunehmen. 😉

Zu Hause sehnlichst erwartet und mit Windböen und dunklen Wolken im Nacken wählen wir für den Rückweg die B9 bis Bonn, schlagen uns dort auf A59 und A3 und fahren direkt durch bis Dorsten. Ursprünglich wollen wir ab dort noch ein wenig cruisen. Da es immer stürmischer wird, fahren wir allerdings direkt über Haltern und Dülmen (Kleiner Shopping-Abstecher *g*) nach L’hausen. Schade eigentlich: eine kleine Tour durch’s Bergische wäre sicherlich ein netterer Tourabschluss gewesen!

Fazit der Tour:

End-Kilometer-Stand: 8.689 (Susy) – 2.127 (Norby)
Gefahrene Kilometer: 1.124,2 (Norby selbstredend einige mehr ;-))

 

 


Copyright: N+S (19.11.2005)
Letztes Update: 19.07.2014