Dodenau

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Netti-Treff in Dodenau (Ederbergland)

vom 20. – 22.06.2008

Freitag, 20. Juni 2008

(km-Stand: 10.062)

Die Uhr gongt 14:15 Uhr. Der Himmel zeigt sich bedeckt, aber die Temperaturen sind lecker warm.

Und wir? Lassen die Terrasse Terrasse sein und machen uns vollbepackt auf den Weg nach Dodenau! *hurra!*

Nach den stupiden Autobahnausflügen der letzten Touren haben wir unseren Möppis versprochen, sie endlich einmal über Landstraßen zu führen, müssen aber zunächst das öde Stück über Selm, Werne und Hamm in Kauf nehmen.

Dank Freitag Nachmittag zieht sich der Weg wie Kaugummi und vor allem in Hamm stehen wir mehr als wir fahren können. Eeendlich – nach geschlagenen 80 Minuten (!) – haben wir das Städtchen passiert und fahren über Werl zum Möhnesee.

Kaum der Bundesstraße entronnen, finden wir uns plötzlich vor einem Durchfahrtsverbotsschild wieder. Ein Passant erklärt uns, die frisch geteerte Straße würde am kommenden Morgen schon wieder geöffnet, aber bereits jetzt würden alle Vehikel wieder hin- und herfahren. Wir tun es den anderen gleich; nützt aber nix, denn kaum befinden wir uns kurz vor der Einfahrt zu „Günne“, stehen wir vor einer weiteren, diesmal wirklich echten Straßensperre! *baaah*
Also fix umgedreht und zurück zur B 516. Kurze Zeit später gelingt es uns allerdings doch noch, auf die „Möhnesee-Straße“ zu gelangen. Nach all dem Stau-Umwegstress lassen wir uns bei Geronimo nieder und lassen uns einen Kaff servieren. 😉

Kurz darauf sitzen wir wieder auf unseren Hobeln und fahren die Möhnesee-Straße weiter. Ursprünglich wollen wir über Hirschberg nach Meschede fahren, leider ist aber auch diese Straße gesperrt (wass’n los da im Sauerland???) (b.t.w.Auf der linken Seite entdecken wir einen Bikertreff (Bikers- Inn?), von dem wir irgenwie noch nie gehört haben…)

Bei unserem Umweg über die B516/55 über Warstein nach Meschede werden wir von einem holländichen Goldwingclub „verfolgt“ und ich find’s schade, das Bild nicht festhalten zu können. *g*

Weiter geht’s über Bestwig und Olsberg. Danach finden wir uns endlich auf der B480 wieder und unsere Möppis sehen die ersten Kurven! Auf der B236 setzen sich diese netterweise fort und nach der Fahrt über Züschen, Hallenberg und Battenberg treffen wir nach 186 km gegen 18 Uhr 60 (oder so) in Dodenau ein.

 

Den Spritpreis finden die Leute hier glattweg "günstig"!

Ehe wir mit unseren Überlegungen abgeschlossen haben, zunächst zur Mehrzweckhalle zu fahren, um einzuchecken und Essen zu fassen, sehen wir ein Schild zu unserem Hotel Berghotel Waidmannsheil und biegen kurzerhand dorthin ab.

Von außen macht das Hotel einen recht guten Eindruck und sowohl die Außenterrasse als auch das Rauchverbotsschild mit Hinweis auf die „Raucherlounge“ überzeugen! *g*

Unsere Motorräder dürfen wir (ein wenig bergab) in der Garage parken. Dank Norby kommt auch meine Bandit in den Genuss (allein hätte ich sie wohl niemals dort hineinbekommen…)

Die Leute im Hotel sind nett und das Zimmer ist ordentlich. Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Tatsache, dass sich das Waschbecken nicht im Badezimmer, sondern im Zimmereingang befindet, aber für 25 Euro pro Nase und Nacht incl. Frühstück lässt sich’s wirklich nicht meckern!

Nach dem Gepäckabladen geht’s abwechselnd unter die hoteleigene „Regenmaschine“, um dann frisch-bekleidet den Berg runter Richtung Mehrzweckhalle zu wandern. Dank Abkürzung ist der Weg nicht weit, aber…
werden wir mitten in der Nacht im Dunkeln auch zurückfinden???

Zum ersten Mal beim Netti-Treff in Dodenau staunen wir nicht schlecht über die örtlichen Gegebenheiten: die Mehrzweckhalle erscheint doch wesentlich komfortabler als das Festzelt zwei Jahre zuvor im Knüllwald. Nach dem Anmelden bekommen wir unser „Netti-Kärtchen“, bestücken uns mit ein paar dieser netten roten Biermarken-Chips und gehen in der Halle nachsehen, was um die späte Zeit überhaupt noch Essbares für uns übrig geblieben ist. Beim Anblick der großen Schalen mit diversen Schnitzelarten (sogar mit Tomaten überbackene waren dabei!), Spiegeleier, Kroketten und Pommes, Salate und Soßen sind wir mehr als entzückt und können das „Reste-vom-Feste-Essen“ zwei Jahre zuvor nur noch belächeln. (An dieser Stelle: ein riiiesengroßes Lob an die Orga!!! *g*)

Frisch gestärkt flüchten wir aus der doch sehr aufgeheizten Halle und lassen den Abend mit diversen ziemlich netten Nettis extrem nett ausklingen! 🙂

Der Rückweg gestaltet sich übrigens leichter als gedacht: immerhin feiern die auf dem Hinweg gesichteten Dorfbewohner auch um 2 Uhr noch ihre Party und wir sind erleichtert-froh über diesen Anhaltspunkt. Kaum haben wir uns die „Steile Straße“ (oder so ähnlich) hochgequält, pfeifen wir zwar aus dem letzten Loch, befinden uns jedoch unmittelbar vor der Haustür unseres Hotels und fallen todmüde in unsere Koje!

 

Samstag, 21. Juni 2008

(km-Stand: 10.248)

Um 8:45 Uhr rappelt der Wecker *grauuus!* – Aber was jammern? Immerhin sind wir zum Moppedfahren hier!

Also fix geduscht und ab zum Frühstück. Dies macht zumindest meinereiner nicht wirklich glücklich und irgendwie glaube ich, in der Mehrzweckhalle besser drangewesen zu sein: die Brötchenauswahl beschränkt sich auf diese hellen, hüftfeindlichen welchen; allerdings gibt es auch hier Eier (hartgekocht), Marmelade, Käse, Joghurt und Müsli – der O-Saft ist natürlich schon alle, aber der Kaffee schmeckt; wenngleich ich mich wohl zu Lebzeiten nicht mehr dran gewöhnen werde, den Kaff aus Miniatur-Kaffeepötten zu genießen…

Da es beim Aufstehen geregnet hatte, wollten wir eigentlich mit dem zweiten Kännchen Kaffee die Raucher-Lounge antesten; da der Wettergott jedoch ein Einsehen hatte, verzogen wir uns damit lieber auf die Terrasse… (die nette Dame im Hotel kam sogar gleich hinterher, um uns die Stühle trocken zu wischen; ein wirklich netter Zug von ihr!)

Gestern noch haben wir beschlossen, keine der angebotenen Touren mitzufahren (die interessanten waren eh schon voll…) Stattdessen wollen wir die Netti-Rallye nachfahren (die einige anderen bereits am Freitag gefahren sind).

Bestückt mit Tankrucksack (Norby) und Kartentasche (meinereiner) schaffen wir’s bereits um kurz nach 11 auf die Böcke, wollen abkürzen und fahren daher direkt nach Elsoff, in der Hoffnung, die verlorene Zeit wiederaufholen zu können. Leider ist von dort aus die Straße nach Wundertshausen gesperrt; gerade dort aber müssen wir die ersten beiden Fragen beantworten???

Egal, „Mut zur Lücke“, denken wir, fahren weiter nach Bad Berleburg und hoffen, die Lösungen anderweitig in Erfahrung bringen zu können. Nächstes Etappenziel soll Winterberg sein und wir fahren die wunderschöne B480 über Wemlinghausen. Laut Rallye-Karte gilt es dort, auf die B236 zu wechseln und den ersten Parkplatz nach der Kehre anzufahren, wo die nächste Lösung bereits wartet.

Genau dort haben wir jedoch diverse Dosen im Nacken und auch an rasendem Gegenverkehr mangelt’s kaum: so beschließt die die CBF-führende Bandit, die Rallye Rallye sein zu lassen und einfach nach Lust und Laune weiterzufahren… 🙂

So wird in Hallenberg auf die Straße nach Somplar verzweigt und nach einer Weile finden wir uns in Frankenberg wieder.
Da mir mittlerweile etwas arg fröstelt, stürmen wir zunächst den dortigen „Takko“-Laden. Warme Ware für „Ladies“ ist aus; so begnüge ich mich halt mit ’nem coolen Sweatshirt für meinen Lütten (wie gut, dass er mittlerweile schon sooo groß ist!): 152 ist zwar doch etwas eng, geht aber! 🙂

Nach ’nem Kaff beim direkt nebenan liegenden Mc Cafe cruisen wir planlos Richtung Schreufa und finden uns nach diversen schönen Kurven in Vöhl (Edersee) wieder!

… und dann folgt der absolut geniale Clou!!!!!

Rund um den Edersee hat man die Gegend zwar mit (50km/h-)Schildern verschandelt, allerdings macht’s einen tierischen Höllenspass, diesen über die irre-cool geschwungene Straße zu umrunden!!! *griiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiins*

Zahlreiche Kneipen laden zur Einkehr ein; ehe wir die Waldecker Talsperre erreichen ist meine Bandit allerdings kaum dazu zu bewegen, überhaupt irgendwo anzuhalten… 🙂

 

Wir laufen einmal quer über die Talsperre und fahren dann fix weiter Richtung Bad Wildungen. Kurz vorher zweigen wir ab nach Gilitz und halten uns Richtung Frankenau. Auch dort gibt es wieder einmal eine Straßensperrung und so fahren wir irgendwie kreuz und quer bis Frankenau.

Mit 16 Uhr ist es einfach zu früh bereits zurück zu kehren; so düsen wir über Münchhausen, Wetter und Cölbe nach Marburg, fahren dort in die „Oberstadt“ und lassen uns häuslich in einer Eisdiele nieder. Das Eis schmeckt nicht wirklich gut, aber immerhin gibt es dort sowas wie „Menthe-Chocolat“.

Nach dem Eis wollen wir zurück Richtung Dodenau; nach einer falschen Entscheidung landen wir mitten in der Marburger „Unterstadt“ und befinden uns plötzlich – ohne jegliche Vorankündigung – vor einem Motorraddurchfahrtsverbotsschild wieder (sowas sollte echt verboten werden!!!)

Nach einem ziemlich umständlichen Wendemanöver geht’s zurück; irgendwie fahren wir offenbar einmal um die ganze Stadt herum, um uns dann endlich wieder auf der Straße nach Cölbe zu befinden. Über Wetter, Amönau, Treisbach, Engelbach, Dexbach und Hatzfeld finden wir schließlich zurück nach Battenberg und somit auch nach Dodenau und haben unseren Maschinchen insgesamt 266 km mehr auf dem Tacho beschert.

PS: Der Abend klingt auch heute extrem nett aus; allerdings verirren wir uns – trotz (oder gerade wegen der?) Mini-Taschenlampe – gnadenlos auf dem Rückweg und sind heilfroh, später als geplant endlich in der Falle zu liegen!

Sonntag, 22. Juni 2008

Wieder einmal rappelt der Wecker viel zu früh!

Immerhin sind wir heute jedoch nicht die einzigen, die sich noch im Frühstücksraum tummeln.
Auch diesmal haben wir allerdings kein Glück, andere als helle Brötchen zu ergattern und auch diesmal genehmigen wir uns den zweiten Kaff auf der Terrasse.

Im Gegensatz zum Vortag ist es bereits jetzt am Morgen drückend-heiß (aber genau DAS hatte der Wetterfrosch ja vorhergesagt – daneben auch ein Unwetter, das sich im Laufe des Tages angeblich von der holländischen Grenze Richtung Osten (und somit NRW) ausbreiten sollte…

Da der Himmel bereits jetzt etwas seltsam aussieht, verzichten wir auf weitere Trödeleien (naja, bis auf’s Tanken, aber das muss ja schließlich sein!) und machen uns auf den Heimweg.

 

„Na, was meint Ihr? – Welches Maschinchen gefällt mir wohl besser???“

Aufgrund des Wetters gestaltet sich dieser recht unspektakulär: B 236 bis Winterberg – B480 bis Olsberg, kurzes Stück Autobahn bis Meschede – Arnsberg und schließlich die B229 über Möhnesee und – da sich genau dort die Regenwolken türmen – Abstecher nach Soest-City.

Als wir unsere Möppis irgendwo in der Altstadt geparkt haben, erreichen wir nach einem kurzen Fußweg eine Eisdiele und lassen uns dort nieder. Nach großen Eisbechern steht uns heute nicht der Sinn: so ordern wir einen Kaff und holen uns direkt am „Counter“ drei Kugeln Eis im Becher mit Sahne. Da diese extrem gut munden und auch die am Tisch servierten Portionen super-lecker (und groß!) aussehen, kann ich’s Euch nur ans Herz legen, diesen Laden zu besuchen! (der schlägt „unseren“ – von vielen vergötterten – Eisladen‘ in L’hausen garantiert um Längen!

Nachdem der Mini-Regenschauer vorbei ist, fahren wir über Welver (wunderschöne Strecke!) und Hamm weiter Richtung Bockum-Hövel, Wessel, Herbern, Capelle und Noki zurück nach L’hausen.

Kurze Zeit später fängt’s tierisch an zu regnen und zu stürmen – danke!!!

Was haben wir auf der gesamten Tour doch für’nen Dusel gehabt! 🙂

… noch mehr Bilder

Fazit der Tour:

End-Kilometer-Stand: 10.709 – gefahrene Kilometer: 647

 

 


Copyright: N+S (19.11.2005)
Letztes Update: 19.07.2014