SHT Oberhausen

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Sicherheitstraining
beim "Safety-First-Team"
am 13. Mai 2007 in Oberhausen

Bereits im Dezember des vergangenen Jahres hatten wir ein Sicherheitstraining beim Safety-First-Team in Oberhausen gebucht. Während zu jenem Zeitpunkt bereis alle Tagestrainings für April ausgebucht waren, hatten wir das Glück, die letzten Plätze für den 13. Mai zu erwischen.

Auf Anhieb gefiel mir die Startzeit: diese war selbst für Langschläfer verträglich auf 10 Uhr angesetzt.
Da das frühe Aufstehen offenbar niemals mein Freund werden wird, liebäugelten wir kurzfristig, in Oberhausen zu übernachten. Die dortigen Hotelzimmer erwiesen sich allerdings als zu teuer und so reservierten wir vorab über HRS eine Bleibe im nahegelegenen Gladbeck.

Der Vorabend in Gladbeck

Als wir am Samstag um kurz vor 16 Uhr nach einer ätzenden Anfahrt mit heftigen Windböen-Attacken in Gladbeck eintrafen, mussten wir zunächst ziemlich suchen: dass das Stadt-Hotel in der Stadt liegt, lässt sich unschwer erraten, dass es sich jedoch mitten in der Fußgängerzone befand, ließ sich kaum erahnen.

Wenngleich die Hotel-Eincheck-Möglichkeit erst ab 17 Uhr angegeben war, hatten wir das Glück, direkt reingelassen zu werden. Das Zimmer war ebenfalls sofort bezugsbereit und kaum hatten wir dies (Nr. 45 im 3. Stock) betreten, staunten wir nicht schlecht: vor uns lag ein riesiger „Tanzsaal“ mit Ledercouch-Garnitur, großem Kühlschrank, hübsch-bunt-bezogenem Bett, einem großen Badezimmer mit Dusche, Badewanne, Fön, und Seifenspender und einer extrem geräumigen Terrasse! Aufgrund der HRS-Buchung stand auch eine große Flasche Wasser auf dem Tisch (zwar von „Plus“, aber egal)

Und das alles für 34,99 Euro (ok-ok, ohne Frühstück; das kostete 9,90 Euro extra; zusätzlich fiel der Parkplatz mit 4,99 Euro ins Gewicht.

Nachdem wir unsere Möppis sicher auf dem hoteleigenen Parkplatz geparkt wussten und unser Hab und Gut im Hotelzimmer verstaut hatten, stiegen wir fix in unsere Jeans und machten uns auf zur heißersehnten Shopping-Tour. Aber…

… zu früh gefreut! Kaum waren wir aus dem Haus, hatte bereits alles (außer C&A) geschlossen; selbst die McDoof-Filiale hielt sich offenbar an die dorfeigenen Schließzeiten von 16 Uhr, so dass uns nicht einmal leckeres Schoko-Kirsch-Vanille-Eis vergönnt war! So vertraten wir uns halt geldbörse-schonend unsere Beine, gehörten danach zu den wohl bestinformierten Touris und machten uns nach einer wiedermenschwerdenden Dusche auf, um etwas zu speisen.

Einen Mexikaner hatten wir leider vergeblich gesucht (dafür aber glänzt Gladbeck mit einer Pizzeria neben der nächsten!). Kurzweg beschlossen wir, gleich um die Ecke im Brauhaus Gladbeck einzukehren, die in einem alten Postgebäude untergebracht ist, übrigens ebenfalls Hotelzimmer unter der Bezeichnung „Brauereihotel Alte Post“ anbietet und von außen recht gemütlich aussah.
Als wir dort eintrafen, war das Spiel Schalke : Dortmund längst vorbei und die meisten enttäuschten „Zeckenhasser“ ließen ihren Enttäuschungstränen längst nicht mehr in ihrem Stamm-Fan-Club-Domizil freien Lauf. Die Menükarte war recht außergewöhnlich und bot alles andere als nur Currywurst-Pommes. Dennoch entschieden wir uns für Zigeunerschnitzel und Putenbrustsalat (extrem frisch und lecker!) .

Nach dem Essen vertraten wir uns noch ein wenig die Beine, fanden dabei jedoch keine weitere lohnenswerte „Einkehr“ und liefen schließlich erneut zum Brauhaus, wo wir dann den Abend ausklingen ließen (b.t.w. wirkliche Nachtschwärmer haben’s hier übrigens schwer: bereits um kurz vor 12 läutete man dort bereits die Glocke zur letzten Runde! Uns konnte es an diesem Abend nur egal sein…)

Sonntag beim SHT (Safety-First-Team )

Nach einer (trotz direkt in der Nachbarschaft angesiedelten Kirche) ruhigen Nacht klingelten uns die Handy-Wecker bereits um kurz vor 8 aus dem Tiefschlaf, also fix geduscht und auf zum Frühstück. Im Frühstücksraum waren wir offenbar die Ersten: der Kaffee stand frischgebrüht bereit und das Buffet bot neben Weizenbrötchen auch Brot, Käse, Wurst, Marmelade, Butter und Müsli – Punkt (dass das Hotel keinerlei Eierspeisen anbietet, hatte uns der Rezeptionist am Vorabend direkt bei der zusätzlichen Frühstücksbuchung verraten, dass für den stolzen Preis von 9,90 EUR allerdings auch Jogi’s fehlten, fand ich schon schwer-enttäuschend)

Bis 10 Uhr war es noch lang hin und zunächst schienen wir es pünktlich zu schaffen. Aus Gladbeck herauszukommen, erwies sich dann jedoch schwieriger als gedacht, denn just an diesem Morgen blockierten – dank Karstadt-Marathon mitten durch’s Ruhrgebiet – gerade die Inline-Skater sämtliche Straßen. Netterweise ließen uns ein paar Ordner eine abgesperrte Straße passieren, sonst würden wir unsere Möppis wahrscheinlich noch immer durch die Fußgängerzone schieben.

Der nächste Schreck erwartete uns allerdings auf der B224 bei Bottrop: auch hier war die Straße gesperrt: unsere einzige Chance, die in der Wegbeschreibung angegebene A42 zu erreichen war die, einen Riesen-Umweg über die A2/A3 zu nehmen, um anschließend endlich zur A42 und dem von der Abfahrt OB-City nicht weit gelegenen Trainingsplatz (der große Parkplatz des MAN-Geländes) zu kommen. Prompt kamen wir natürlich zu spät und alle anderen Möppis standen dort bereits in einer Gasse. Nichtsdestotrotz wurden wir herzlich empfangen, hatten allerdings erst einmal Probleme, erfolgreich von „Stress“ auf „Training“ umzuschalten, zumal wir auch noch das Mittagessen aussuchen mussten…

Zunächst standen Entspannungsübungen auf aufgebockten Motorrädern auf dem Plan: oder lief dies etwa unter dem Motto „knochenaufweckende“ Gymnastik???

Nach Damensitz links und rechts, auf dem Sattel knien und stehen und auf dem Tank sitzen, durften wir selbiges dann auch während der Fahrt ausprobieren. Natürlich nur, für alle, die wollten. Wollen wollte ich eigentlich schon… 😉

     

Anschließend sammelten sich alle Teilnehmer in der Mitte, damit die Trainer (jeweils 2 pro Gruppe) ihre Leute (aufgeteilt in 4 Gruppen a 9 – 10 Teilnehmern) zusammenrufen konnten und sich mit ihnen in die jeweils imaginären Quadranten des Parkplatzes verzogen. (Während meinereiner sich mit den Trainern Zaim, Manni und „Lehrling“ Arthur“ vergnügte, hatte es Norby mit Chef(?) Martin zu tun.)

Die erste Gruppen-Übung lautete: langsames Kurvenfahren, wobei vor allem die Blickführung geschult werden sollte. Direkt danach plagten wir uns mit „Wenden aus dem Stand“ (zwar nur links herum, dennoch könnte mein Radius nach Ausschalten des „Kopfes“ ganz sicher noch wesentlich kleiner werden…).

Danach durften wir dann auf einem mit Pilonen bestückten Parcours Slalom fahren, bevor gegen 13.30 Uhr (oder war es später???) der Pizza-Service eintraf, um die Mittagspause einzuläuten.

 

Nach der Mittagspause gab es einen kleinen Theorieteil zum Thema „Bremsen“, bevor die einzelnen Gruppen dann die Notbremsung (erst Hinterradblockieren bei 30, dann bei 50 km/h, anschließend Bremsen mit vollblockierter Hinterrad- und „dosierter“ Vorderrad-Bremse) trainierten.

 

Glücklicherweise war es nicht allzu warm, dennoch hing vielen anschließend die Zunge aus dem Hals (zumal die Trainier mit Wasserflaschen bestückt vor einem rumhantierten), so dass die meisten sicherlich froh waren, danach eine kleine Pause genießen zu können.

Nach der Pause gab es schließlich noch eine beeindruckende Demo zum Thema „Bremsweg“ und „Ausweichen in Kurven“, bevor wir uns schließlich alle an den neu aufgebauten, pilonen- und tennisballbestückten Kurven-Kurs erproben durften.

  

Für mich wieder einmal frustrierend war leider die Tatsache, dass alle, aber auch wirklich ALLE wesentlich schneller in die Kurven fahren als meinereiner und ich selbst dann behindernd vor ihnen klebe, wenn ich mir die allergrößte Mühe gebe und mit großem Abstand vorausfahre…

Wieder einmal hat mir das Training garantiert was gebracht (zumindest weiß ich jetzt, dass meine Arme viiiiel zu gestreckt sind, als die CB vernünfig durch die Kurven lenken zu können; wie aber soll ich sie knicken, wenn ich den Lenker dann nicht mehr vernünftig erreiche??? – Egal, krieg ich schon noch raus!)
Daneben wünsche ich mir nun ein weiteres Kurventraining mit der Chance, am besten direkt im Anschluß eine kleine Urlaubstour zu machen, bei der das Gelernte dann direkt ausprobiert werden kann…

Alles in allem bleibt dies sicherlich reines Wunschdenken (zumindest im Moment noch – aber lasst meinen Lütten erstmal groß werden! ;-))

Zwar bietet das Safety-First-Team ebenfalls Erweiterungs- (sprich: Kurven-)Trainings an, allerdings glaube ich kaum, dass ich dort wirklich teilnehmen werde (den ganzen Tag auf einem abgesperrten Parkplatz mit aufgestellten Pilonen Kurven zu üben, kann ich mir jedenfalls beim besten Willen nicht vorstellen…)

Fazit zum SHT:

Lobenswert waren die Trainer, die – wie ich sie zumindest erlebt habe – sowohl nett, witzig und waren in der Lage, die Teilnehmer mit Nachdruck zu motivieren…
Für Getränke (zum Selbstkostenpreis von 80 Cent pro Wasser/Kaffee etc.) war ebenfalls gesorgt.

Die „hygienischen Möglichkeiten“ beschränkten sich leider auf ein einzelnes Dixi-Klo (ohne die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen).
Daneben wurden auch Fotos gemacht, die das Team jeweils direkt am Abend nach dem Training auf ihrer Homepage veröffentlicht:
Bilder vom SHT

(Da der „Mann mit dem Fotoapparat“ unser Trainer war, hatte unsere Gruppe 4 ganz besonderes Glück fotografisch festgehalten zu werden 🙂

Alles in allem musste selbst Norby zugeben, dass so ein Trainingstag selbst einen noch so erfahrenen Möppi-Fahrer extrem schlaucht *g*

 

 


Copyright: N+S (19.11.2005)
Letztes Update: 19.07.2014