Nord-Grill-Tour

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Nord-Grill-Tour
Stover-Strand (bei Geesthacht)
vom 27. – 29. Juli 2007

Freitag, 27.07.2007

Nach einer unspektakulären Hinfahrt mit Umwegen (nicht wahr Norby??? *fg*) über die megavolle A1 mogelten wir uns aufgrund der Sperrung des "Maschener Kreuzes" irgendwie über die A7 und A250 bis nach Drage bzw. in den Ortsteil(?) Stove. Schon bald fanden wir das Schild zum vorgebuchten Campingplatz "Stover Strand"

Dort angekommen waren wir sehr überrascht: der Campingplatz zeigte sich extrem sauber und geräumig.

Auch das bereits im April per Internet gebuchte "grüne" Mobilheim Nr. 4 (meiner Meinung nach war es eher blau, aber egal!) übertraf direkt sämtliche Erwartungen und war kaum zu vergleichen mit der engen, dauerfeuchten Sardinenbüchse, in die wir uns noch 14 Tage zuvor haben quetschen müssen (wen’s interessiert: die Rede ist vom Campingplatz "Les Grands Pins" in Lacanau-Ocean; buche dort ein "Cottage Premier" und Du hast gewonnen…)

Das Mobilheim am Stover-Strand verfügte über zwei Schlafzimmer (eins mit Etagenbett, eins mit Doppelbett), aufstellbare Fenster (Frankreich-hör-hin!), ein kombiniertes WC-Bad mit Dusche und über einen sehr geräumigen Wohnbereich (mit Couch!) und Küche (mit Küchentheke!) – einziges Manko waren die zahlreichen Mücken (die wir ohne Umschweife direkt beim Einzug "erlegten"); daneben gab’s auch mächtig viele Spinnenweben (aber wer will dahingehend gleich kleinlich werden? ;-))

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet und geduscht hatten, machten wir uns auf zum Nordgrill-Tour-Party-Zelt, wo aufgrund der Hochzeit der "Winger’s" bereits mächtig der Bär tanzte.

(übrigens: das Bild täuscht: es stammt vom "Morgen danach!")

Etwas "zu-Beißen" hatte allerdings keiner mehr übrig gelassen und so schlugen wir uns hungrig wie die Wölfe durch zum Campingplatz-Restaurant.
Die dort vorgehaltene üppige Speisekarte überraschte; nicht weniger übrigens auch die megagroßen Portionen (Cordon-Bleu und käse-tomaten-überbackenes Putensteak), die darüber hinaus auch noch ganz vorzüglich mundeten (naja ok – bis auf diesen überall zwischen-gemischten Curry-Ketchup…)

Zufrieden und satt mischten wir uns danach wieder unter die "Rockers", amüsierten uns prächtig und schlossen in der Nacht beinahe das Festzelt ab.

Samstag, 28.07.2007

Eigentlich hätten wir ausschlafen können…

Die Betten waren auch recht bequem…

… mangels Rollos zogen wir es dennoch bereits um halb 10 vor, freiwillig aufzustehen.

Dank der am Vorabend erlebten "viel-zu-früh-abgeräumt-Essens-Pleite" zogen wir es vor, direkt im Cafe am Campingplatz zu frühstücken:
dort gab es für schlappe 5 Euro p.P. ein superleckeres Mahl mit frischen Brötchen, Marmelade, einem Wurst-Käse-Teller (mit Gurken, Tomaten und frischen Zwiebeln!), ein weichgekochtes Ei und Kaffee bis zum Abwinken! *wohlwollend-dreinblick-und-stauuun*

Als wir frisch-gestärkt gegen kurz nach 11 zum Festzelt liefen waren wir froh, bereits gespeist zu haben, denn das angebliche "Spätaufsteher-Frühstück" war dort offenbar nicht wirklich eingeplant (ok-ok: es gab noch Kaff!)

Kurz drauf machten wir uns bereits auf zu einer kleinen Tour – ursprüngliches Ziel: Hamburg, wo just an diesem Wochenenende das "Astra-Fest" tagte (nee, nicht der Opel, sondern das gleichnamige Bier sollte dort zelebriert werden…)

Zunächst sahen wir zu, dass wir über die Elbe auf die andere Seite kamen und fuhren fortan immer am Deich entlang.

Erste Station war das Nordgrill-Tour-Festzelt am Stover-Strand, das wir gleich direkt mal von der anderen Seite aus fotografiert haben:

 

Kurze Zeit später stießen wir dann auf den Motorradtreff Motorradtreff Zollenspieker Hoopter – Fähranleger, wo wir selbstredend direkt Halt machten.

Danach schlugen wir uns weiter Richtung Hamburg, denn eigentlich wollten wir nicht nur in die Innenstadt, sondern auch zum
Louis FunShop Hamburg-Ost (Nähe HH-Allemöhe). Leider konnten wir diesen ohne weiteres (vor allem ohne Karte!) nicht auffinden.

Als sich kurz vor’m Ziel zudem megadicke Wolken auftürmten und wir kein Regenzeug dabei hatten, änderten wir fix unser Programm: "Vergessen wir Hamburg – auf zur Ostsee" lautete die neue Devise!

Zunächst fuhren wir über ein paar Käffer zurück nach Geesthacht, von dort nach Lauenburg, trafen auf dem Weg dorthin auf eine "waaaaahnsinnig scharfe Kurve!!!" bei Schnakenburg (*sfg*) und düsten weiter über Ratzeburg Richtung Lübeck.

17 km vor City-Eingang zog sich die bislang vereinzelt auftretende Wolkendecke gnadenlos zu und ließ leider mehr Wasser ab, als uns genehm war…

In der Absicht, am kommenden Tag mit trockenen Klamotten nach Hause fahren zu können, drehten wir erneut ab und fuhren zurück Richtung Ratzeburg, um dann halt dort ’nen Kaff zu trinken…

Zunächst beeindruckte uns die City schon sehr: links und rechts Seen, viel Volk und mächtig nett anzuschauen: allerdings machten wir den Fehler, direkt bis zur Innenstadt durchzufahren:

Viel gab diese leider nicht her (nichtmals Geld von der Sparkasse, da offenbar die Verbindung zur Hausbank gestört war…! *grrrr*) – da es jedoch gerade auch dort anfing zu schauern, machten wir es uns – mangels offenkundig anderer Möglichkeiten – direkt in einem großen Cafe auf dem Marktplatz(?) gemütlich und tranken dort unseren Kaff-Kakao…

(Später hörten wir dann, dass es direkt am See eine richtig dolle Biker-Treff-Eisdiele gibt – naja, die "Location" haben wir denn wohl verpasst!)

Auf dem Rückweg nach Stover holten wir uns dann glatt noch ’nen richtig nassen Schlappen: nach einem megagrandiosen Schauer triefte das Wasser nur so aus unser beider Handschuhen und das Wasser ergoss sich derart übel-mies, dass der Ledereinsatz in meinem Schritt dem allerschönsten Badesee glich… *übel-das!!!*

Endlich zu Hause schlug die Uhr nach dem Duschen erneut halb 8: so versuchten wir erst gar nicht das Essen-Fassen am Festzelt, sondern machten uns direkt auf zum Campingplatz-Restaurant: hungrig wie die Wölfe bestellten wir uns ’nen zünftigen XXL-Hamburger (der seinem Namen wirklich alle Ehre machte!)

Schließlich ließen wir den Abend dann wieder einmal nett im Festzelt ausklingen, wo es jede Menge netter Leute zu treffen gab 😉

Sonntag, 29.07.2007

Da unser Mobilheim offenbar direkt am Sonntag weiter vermietet werden konnte, zeigte man kein Erbarmen: bis morgenmuffelige 10 Uhr mussten wir es gnadenlos gerämt haben…

Just nach der Übergabe gönnten wir uns erneut ein Frühstück in der netten Campingkneipe und fuhren danach noch zum Zeltplatz: dort war bereits lange(?) "abgeschlossen" – gut nur, dass wir bereits gefrühstückt hatten!

Bei leichtem Nieselregen machten wir uns dann auf, um noch eine nette Tour durch’s Weserbergland zu machen.

Während es bis Lüneburg noch einigermaßen trocken war, zeigte sich der Wettergott spätestens ab dort von seiner grausamsten Seite:
Regen – Regen und nochmals Regen!!!

Über Soltau – Walsrode – Herford und Bielefeld schlugen wir uns langsam aber sicher durch Richtung Heimat: zwischendurch testeten wir teilweise die Autobahn an, was sich allerdings (nicht nur wegen der extrem schlechten Sicht) als großer Fehler erwies: als es sich dort kurz vor Hannover staute, fuhren wir bei Walsrode ab und schlugen uns erstmal wieder durch die Käffer.

Bei Bad Oeynhausen war es schließlich so nass und kalt, dass wir uns bei schlappen 13 Grad erstmal hüpfend in und um eine Bushaltestelle herum bewegen mussten, um unsere eingefrorenen Glieder wenigstens wieder einigermaßen zum Mitmachen zu bewegen – erschwerend hinzu kam auch noch ein böig-wütender Wind!

Mindestens drei-Kreuze-machend erreichten wir schließlich kurz hinter Bielefeld erneut die A2, wagten es erneut dort aufzufahren, konnten diese diesmal einigermaßen böenlos passieren und kehrten schließlich megahungrig in einer Pizzeria in Ahlen ein (wo übrigens zumindest kurzfristig die Sonne schien!), genossen dort eine einigermaßen gute Calzone und ließen unsere unsere Möppis währenddessen erneut nassregnen.

Auf dem letzten Stück Richtung Heimat lukte zwar nach wie vor die Sonne schelmisch hinter den Wolken hervor und im Rückspiegel genossen wir das waaahnsinnig-schöne Bild eines Regenbogens in megadunklen Wolken, allerdings machte es uns der – für diese Breiten schon sehr untypische – Wind das Leben von Ascheberg Richtung Lüdinghausen noch einmal so richtig schwer!

Nichtsdestotrotz kamen wir dann gegen kurz vor 9 endlich hundemüde zu Hause an.

Fazit der Tour

Trotz aller Rückfahrt-Strapazen sind genau solche welche relativ schnell wieder vergessen!

Sicherlich werden wir auch beim nächsten Mal kaum mit der Dose ‚gen Norden fahren, sondern stattdessen erneut unsere Möppies satteln… 🙂
… zumal man so Kuriositäten entdeckt, die man wahrscheinlich nur mit dem Motorrad sieht:

Vom Verkehrsschild " Achtung – Schafe!" haben wir leider kein Foto…
Umso mehr hat uns allerdings folgendes Schild amüsiert:

Ausbeute des Wochenendes: 965 gefahrene Kilometer…

 

 


Copyright: N+S (19.11.2005)
Letztes Update: 19.07.2014