Augustfehn

Print Friendly, PDF & Email

Mai-Tour – Augustfehn
vom 27. – 29. Mai 2007

Nach der letzten, teilweise doch arg verregneten "Saison" konnten wir es kaum glauben: Je näher unser Abreisetermin rückte, desto grandioser zeigte sich das Wetter!

Freitag, 27. Mai 2007

Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns gegen 14 Uhr auf den Weg. Obowhl es auf der Terrasse bereits recht heiß war, zeigten sich die Temperaturen beim Fahren einfach ideal!

Zunächst ging es über Dülmen und Coesfeld Richtung Gescher und dort auf die A31. Gerade diese Bahn ist allerdings megastupide und so fuhren wir in Geeste ab und tingelten über ein paar Nester nach Meppen, wo wir uns beim Emm-Zeh-Donald ’nen großen Kaff und ein superlecker Vanilleeis mit Kirschen reinschlabberten.

Auch die Weiterfahrt über die B70 erwies sich nicht als sonderlich spannend. So verließen wir diese dann
bei Dörpen, um über die B401 (Küstenkanalstraße) bis Bockhorst zu cruisen. Dort überquerten wir linksabbiegend den Kanal und trafen sogar auf einige Mini-Kurven; allerdings gab es auf der gesamten Strecke über Burlage – Langholt – Ostrhauderfehn enorm viele Geschwindigkeitsbegrenzungen. Schließlich erreichten wir die B72 und folgten dieser bis Stickhausen, um dann über Detern nach Holtgast zu kommen, wo wir unser Domizil, das Biker-Motel "Zur Schanze" gebucht hatten.

Zunächst checkten wir ein und waren nicht wenig überrascht, mit Zimmer Nr. 1 im ersten Stockwerk ein interessantes 5-Bett-Zimmer vorzufinden, in dem jegliche Form von Platzangst durch die interessante Aufteilung (3 Betten unten, 2 Betten über eine Holztreppe erreichbar oben) garantiert keine Chance hat.

 

Dass man im Biker-Motel gut essen kann, wurde uns bereits vorher geflüstert, dennoch staunten wir nicht schlecht über die dargebotenen Portionen, mit denen ganz sicher selbst manch Nimmersatt hart zu kämpfen hätte:

 

Ok-ok: dass das Biker-Motel mitten in der Einöde liegt, wussten wir vorher. Um uns noch ein wenig die Beine zu vertreten, liefen wir die Hauptstraße entlang, um nach ca. 3.5 km über einen Ort namens Vreschen-Bokel nach Augustfehn zu kommen. Beide erwiesen sich in den Abendstunden schon sehr bordsteinhochklapp-verdächtig, daher hielten wir uns nicht länger dort auf und zogen es vor, den Abend direkt am Biker-Motel ausklingen zu lassen, wo es sich ganz nett draußen sitzen ließ.

Samstag, 28. Mai 2007

Am Abend vorher sagte man uns, Frühstück gäbe es ab 9 Uhr und dann locker bis 11/halb 12.
Dennoch wachten wir beide blöderweise bereits um halb 8 auf.

Nein, wider Erwarten nicht dank des Geräuschpegels der hinter dem Haus verlaufenden Eisenbahnlinie (denn diese glänzte die ganze Nacht über mit Stille), sondern vielmehr von der Helligkeit des Raums (das Zimmer war halt nur mit Vorhängen bestückt) und dem nervenden Gepiepe des Flur-Rauchmelders, dessen Batterien offenbar langsam aber sicher das Zeitliche segneten…

Das Frühstück war wirklich megaklasse. Im Nebenhaus (der Gaststätte) war ein Buffet aufgebaut, bei dem es absolut nichts zu vermissen gab: neben Brötchen (naja, Helle eben *g*), Brot, Müsli, Marmelade, Eier, Aufschnitt, Käse, Äpfel und Joghurt gab es sogar Kuchen, mehrere Sorten Säfte, Rührei, Frikadellen, Matjes (oder sojet), Suppe(!) und frisch gepressten O-Saft – prima; so kann das Aufstehn selbst ’nem Morgenmuffel Spaß machen! 🙂

Auch für’s "Auge" war gesorgt: immerhin zierte die Gaststätte ein wirklich hübscher Baum…

Nachdem wir lange herumgetrödelt hatten, sattelten wir unsere Möppis und steuerten zunächst Börjes Biker-Outfit in Augustfehn an. Norby kaufte sich ein paar neue Handschuhe, da seine alten ihm wegen der elendigen Abfärberei keinen Spaß mehr machten.

Anschließend steuerten wir unser Tagesziel – die Küste – an, wo wir uns aufgrund des traumhaften Wetters einfach mal faul-inner-Sonne-liegend gnadenlos den Pelz verbrennen lassen wollten.

Irgendwie gelangten wir dann über Remels – Tarbarg und Sande nach Horumersiel-Schillig.

Geplant war eigentlich noch ein kleiner Abstecher nach Uplengen-Großoldendorf, wo wir uns das Waldhaus Hollsand anschauen wollten. Leider war selbst die tolle Motorradtouren-Karte (Powerkarte Deutschland Blatt 2 von Good-Vibrations, die mittlerweile soweit ich weiß nicht mehr erhältlich ist) irgendwie nicht hundertprozentig genau, so dass wir den richtigen Abzweig verfehlten, obwohl die meisten Käffer eingezeichnet waren.

Egal: In Schillig stellten wir unsere Möppis ab und liefen zum gut-besuchten Strand, um dort unsere Handtücher auszubreiten.


Allerdings blies der Wind dort derart kalt, dass wir bald freiwillig unsere Shorts wieder gegen die Möppihosen tauschten und weiterfuhren.

Nächstes Ziel war Carolinensiel.
Dort pausierten wir zunächst im Cafe Caro bei Milchkaffee und Kakao. Anschließend liefen wir durch den netten kleinen Ort mit Flair und staunten nicht schlecht, selbst Geschäfte zu finden, die nicht nur den typsichen Touri-Krimskrams führen!

Anschließend ging’s in Richtung Museumshafen. Dort stürmten wir gleich das erste zu erblickende Eiscafe (direkt links, noch vor dem Cafe Speicher. Der Kiwi-Bananen-Erdbeer-Becher war wirklich lecker 😉

   

Da es (nicht erst nach dem Eis) recht kühl wurde, ersparten wir uns die weitere Erkundung der Harle-Promenade und kehrten zurück zu unseren Möppis. Dieser Ort wird mich jedoch garantiert noch einmal wiedersehen! 🙂

Zurück fuhren wir dann über Wittmund, Wiesede, Wiesmoor, Uplengen (s.o.), Filsum und Stickhausen nach Holtgast.

Nach einem wieder einmal grandiosen Abendmahl *g* lechzten unsere vollgeschlagenen Bäuche nach Bewegung. Diesmal liefen wir am Kanal entlang bis Detern. Als wir zurückkamen, war draußen am Biker-Treff nicht mehr allzuviel los. Da es aufgrund des Windes schneller schattig wurde als am Abend zuvor, zogen wir es vor, in die (heute endlich) geöffnete, sehr gemütliche Kneipe umzuziehen, immerhin trieb dort auch ein DJ sein Unwesen und legte richtig prima alte Rock-Mucke auf!

Sonntag, 29. Mai 2007

Wenngleich wir darauf verzichtet hatten, die Kneipe am Vorabend "abzuschließen", kamen wir morgens nicht wirklich gut aus den Federn. Aber selbst um kurz vor 11 wurde das Frühstücksbuffet netterweise noch nachbestückt, so dass wir auf nichts verzichten mussten.

Kurz nach dem Mittag machten wir uns dann schweren Herzens auf den Heimweg. Zu gern wären wir noch ein wenig im Norden rumgetourt, aber schließlich erwartete uns zu Haus ein Paar strahlender Kinderaugen…

   

Nach der öden A72-Gurkerei bis Cloppenburg fanden wir ganz nette kleine (endlich mal etwas kurvigere!) Strecken und gelangten über Quakenbrück, Menslage und Berge nach Ankum, wo wir uns – mittlerweile doch etwas fröstelnd – bei ’nem Kaff aufwärmen wollten.
In der City entdeckten wir direkt nebem dem Artländer Dom ein nettes Cafe,
die "Konditorei und Eiscafe am Artländer Dom", wo wir glücklicherweise einen hübschen Sonnenplatz ergattern konnten. Vom späten Frühstück noch immer satt, wollten wir es eigentlich beim Kaff belassen, konnten aufgrund des Speisekarten-Eintrags "Softeis mit Kirschen/Erdbeeren und Sahne" allerdings einfach nicht umhin, dieser Versuchung zu wiederstehen! War auch ganz lecker (allerdings niemals nicht zu vergleichen mit der megatollen Eis-mit-Sahne-Kreation aus dem letzten Sommer-Urlaub in Narbonne-Plage, aber das ist bestimmt auch einmalig-gut! *g*)

Nachdem wir uns viel zu lange dort aufgehalten hatten, wurde es auch Zeit, den etwas direkteren Weg (über Üfflen, Ibbenbüren, Emsdetten, Reckenfeld, Greven, Münster, Albachten, Senden) nach Haus einzuschlagen.
Zu Hause angekommen, hatten wir trotz all der Trödeleien immerhin 655 km geschafft.

Fazit der Tour

Erschreckenderweis haben wir es nicht einmal geschafft, mal einen Blick auf die nächstgrößeren Orte Apen, Westerstede oder gar Leer zu werfen.

Ursprünglich war ja eine Weiterfahrt nach Bremerhaven geplant, wo über die Mai-Feiertage eine große Fisch-Party stattfand. Auch wär ich gern mal wieder in Cuxhaven eingekehrt, um danach noch eine Blick auf Bremen zu werfen. Hat aber alles nicht sein sollen…

Jaaa, der Norden ist schon toll… *schwärm*

Wenn es dort doch nur mehr Kurven gäbe (und das Bier nicht so gewöhnungsbedürftig lasch schmecken täte *g*).

Ganz gewiss kommen wir aber wieder! (naja, meinereiner zumindest ;-))

 

 


Copyright: N+S (19.11.2005)
Letztes Update: 19.07.2014