SHT Salzbergen

Print Friendly, PDF & Email

Sicherheitstraining am 01. April 2006
auf dem Autohof Salzbergen

 

Vorgeschichte

Bereits im Dezember war das Sicherheitstraining gebucht, schließlich gab es bis zum Jahresende noch einen Frühbucher-Rabatt. Zwei Wochen vor dem Training flatterte dann die Wegbeschreibung ins Haus und die Vorfreude konnte beginnen.

Kurz vor dem „Tag-X“ hieß es jedoch zittern:/p>

Zwar hatten die Temperaturen in der Woche zuvor bereits den zweistelligen Bereich erklommen; Anfang der Woche zogen jedoch immer wieder Schauer über’s Land und das Thermometer kletterte kaum über die 12-Grad-Marke. Just am Vortag stürmte es derart heftig, dass ich sämtliche Felle schwimmen sah und mich eher windverweht im Graben ahnte, als jemals heil in Salzbergen anzukommen.

Wie gewohnt, hatten wir es am Vorabend mal wieder viel zu spät ins Bett geschafft; Umso gemeiner traf uns das Weckerklingeln in aller Herrgottsfrüh um 7 *gäääähn*

Kaum waren die Rollos hochgezogen der Schock: es regnete Bindfäden!!! *grauus!*

1. April 2006

Nach dem Wachduschen und Kaffee-Doping schaffen wir es beinah planmässig abzufahren (diiie Viertelstunde… *g*), kämpfen uns durch die verhältnismässig leeren Straßen über Steinfurt und Rheine und erreichen gegen 9.45 Uhr den Authof Salzbergen. Ob die Trainer schmunzelen, weil meine triefnassen Schuhe beim Absteigen quietschen oder sie einfach gut drauf sind, konnte ich im weiteren Verlauf des Tages nicht mehr herausfinden.

Begrüssung:

Als ich die warm-trockende Raststätte erreiche, sitzen bereits alle anderen Teilnehmer dort und lauschen der Begrüßung von Heiner Grosse-Westhues. Kaum habe ich mich häuslich niedergelassen und mir ’nen Kaff eingeschüttet, geht’s auch schon los: das praktische Training ruft!

Erster Akt: Sämtliche Teilnehmer werden in kleine 4er- bzw. 5er-Gruppen eingeteilt.
Unsere Gruppe besteht aus drei Jungs und zwei Mädels. Ok, dann mal los!

1. Station

Die erste Station beginnt direkt beim Chef: Heiner Grosse-Westhues erläutert uns die wichtigsten technischen Details unserer Moppeds; u.a. werden Luftdruck und Stoßdämpfer aller Maschinen geprüft, die Kette gecheckt und gepflegt.

Anschließend begleiten wir Heiner zu einem kleinen Schotterplatz, wo wir ungehemmt bremsen und mal das Vorderrad blockieren sollen. Glücklicherweise bin ich noch relativ müde, so dass mir dort jegliche Herz-in-die-Hose-Rutscherei erspart bleibt.

Heil aus der Sache rausgekommen, gibt es eine kleine Pause, in der wir animiert werden, uns an der bereitgestellten Kiste Wasser zu vergreifen. Dann heißt es: „Trainerwechsel“!

2. Station:

Unsere zweite Station führt uns zu Rainer (?).

Zum Warmwerden sollen wir zunächst um unsere Möppis laufen. Natürlich mit hochgeklapptem Ständer und ohne sie unbedingt fallen zu lassen. Anschließend verrät er uns den Trick, wie man eine wider Erwarten gepurztelte Maschine am geschicktesten wiederaufhebt…

Unsere nächste Aufgabe lautet, in einem kleinen Kreis mehr oder weniger graziös um die aufgestellten Pilonen zu fahren.

Danach richtete sich unser Augenmerk auf drei hintereinander aufgestellte Stangen. Hier gilt es, das auf der ersten Stange thronende Hütchen auf das nächste zu verfrachten.

Nachdem die meisten von uns fälschlicherweise rechtsvorbeifahrend an die Sache rangegangen waren, lernen wir, wie es geschickter geht: von links ran und mit der rechten Hand die Dinger abheben; immerhin muss man die Hand nicht am Gas lassen, damit die Maschine läuft. *g*

Die Schlußaufgabe an dieser Station:
Nehmt das Hütchen von der ersten Stange, fahrt um die zweite Stange und setzt es auf die dritte Stange wieder auf…

3. Station:

Nach einer Mini-Pause delegiert man uns zur Pilonen-Piste, auf der wir möglichst schwungvoll um die Hindernisse fahren solten. Sehr erquickend und eine Wohltat für die zuvor arg strapazierten Handgelenke!

Halbzeit (Mittagessen):

Nachdem einige Gruppen bereits lange beim Essen sind, darf sich auch unsere Gruppe nach Abschluss der Übung in die Raststätte begeben. Dort erwartet uns ein kostenloses Getränk nach Wahl, ein Riesenteller Spiralnudeln mit Bolognese, zu dem wir uns selbst einen kleinen Salat vom Buffet zusammenstellen können. Nachtisch gibt es auch noch: eine Schüssel Schokopudding mit einer Erdbeere. Zum krönenden Abschluß dieses leckeren (aber mächtigen(!) Mahls konnte jeder bei Bedarf noch einen Kaffee bekommen.

4. Station:

Ein derber Regenschauer bricht herein und zieht unsere Mittagspause ein wenig in die Länge. Als sich das Wetter endlich ein wenig beruhigt, holen wir fix unsere Moppeds und fahren zur nächsten Station: dem „Kreisfahren“ bei Mark.
Hier ging es um die richtige Blickführung beim Kreiseziehen. Nach jeweils 3 Runden in eine Richtung bin ich schon ein wenig dull im Kopf und heilfroh, wieder rausfahren zu dürfen um auf meinen nächsten „Einsatz“ zu warten.

Mittlerweile zeigt sich sogar die Sonne und gibt ihr Bestes.

5. Station:

Nach einer kleinen Trinkpause (auf die die Trainer extrem viel Wert legen!) geht es auf zur letzten Station: Bremsen!

Erste Übung: Vorderrad blockieren
… somit keine Chance für chronische Feiglinge wie meinereiner.

Danach folgte eine Art Zielbremsen ausschlieälich mit der Vorderradbremse.
Extrem schwer, zumindest für jemanden, dem man stets eingetrichtert hat, auf jeden Fall und unbedingt beide Bremsen zu betätigen, möglichst aber erst einmal immer nur die Hinterradbremse!

Nach ein paar Fehlversuchen schaffe ich’s dann auch tatsächlich das tief implantierte Angst-Gen kurzfristig auszuschalten und dank supernettem, aufmunternden und geduldigen Trainer klappt es schließlich sogar mit der Vorderrad-Blockiererei. Der Hut sei vor ihm gezogen, dass er die ganze Strecke neben dem Möppi herlief und meinereiner immer wieder neu anspornte, es immer wieder auf’s Neue zu üben!

Abschluss:

Zum Schluss der Veranstaltung beglückt man uns noch mit prima Hinweisen zum Thema „Schutzbekleidung“, offene Fragen werden geklärt und Heiner demonstrierte beeindruckenderweise, wie man mit seiner Maschine umkippt: *Waaaahnsinn!!!*.

Danach bekommt jeder von uns eine Urkunde, die er eingerahmt ins Wohnzimmer hängen kann.

Ursprünglich war noch eine kleine 20km-Ausfahrt zum Cafê Bleifrei nach Schöppingen geplant, wo der eigentliche Abschluss hatte stattfinden sollen. Leider fängt es erneut an zu regnen, so dass nicht mehr alle mitfahren.

Insgesamt war es ein superklasse Tag in extrem angenehmer Atmosphäre, der das Geld wirklich wert war.

Wenn Ihr Euch auch einmal bei Rennfahrern gut aufgehoben fühlen möchtet, kann ich Euch das Sicherheitstraining nur empfehlen. Weitere Infos gibt es unter:
www.grosse-westhues.de

 


Copyright: N+S (19.11.2005)
Letztes Update: 19.07.2014