Hama-Land

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Kleine Tagestouren
am 06./07. Mai 2006
(Tecklenburger/Osnabrücker Land und Hamaland)

 

Samstag, 06. Mai 2006 – Tecklenburger/Osnabrücker Land

Bei schönstem Wetter schlagen wir uns durch die Knüste nach Nordkirchen und starten dort nach dem Auftanken gegen halb 12 Uhr (km-Stand: 38.293,5) in Richtung Norden.

Zunächst geht es über die K2 nach Ottmarsbocholt und schließlich durch die Davert
bis nach Münster. So eine blöde Idee: Hätten wir uns doch denken können, dass die City um die Uhrzeit rappelvoll ist! Bis zum Schiffahrter Damm geht’s ausschließlich per Stop and Go; meganervig! Glücklicherweise zeigen sich die Straßen Richtung Sprakel und Greven dann etwas leerer und wir cruisen genüsslich an Saerbeck vorbei Richtung Ibbenbüren.

Nach 71 km erreichen wir die sagenumwobenen Dörenther Klippen bei Ibbenbüren.

Selbstredend wollen wir auch einmal das „hockende Weib“ sehen, stellen unsere Moppeds
auf dem Parkplatz ab, um dann unsere kulturelle Pflichtkür zu erfüllen: Felsenerklimmung mit
Stein-Bestaunung.

Gelohnt hat es sich nicht wirklich, aber vielleicht sind wir einfach nicht weit genug "gewandert";
das "hockende Weib" haben wir jedenfalls wohl irgendwie verpasst. Am faszinierensten war wohl der selten gut erhaltene vertrocknete Frosch am Wegesrand…

 

Aber egal: Es ist eh viel zu heiß für längere Wandereien, denn solche lassen uns in voller
Montur selten vor Freude frohlocken…

Also fix weiter über Ibbenbüren zum Motorradmuseum . Merkwürdigerweise hat dies jedoch geschlossen. Also fahren wir weiter Richtung Tecklenburg, wo wir am Parkplatz "Münsterlandblick" auf der Bismarckhöhe eine Zigarettenpause einlegen.

Vielleicht wäre eine Ortsbesichtigung nett gewesen; wir entscheiden uns aber für’s Fahren und begnügen uns mit einer kleinen, sehr rechtwinkligen, bergähnlichen Ortsumgehungs-Durchfahrt. Über eine nette Waldstrecke kurven wir sodann über Leeden nach nach Lengerich.

Obwohl wir gerade mal die 95-Kilometer-Marke erreicht haben, finden wir, dringend ein Eis verdient zu haben und genießen dies in der wenig idyllisch gelegenen Eisdiele. Als der Wind dort pfeift, dass selbst die Eiskarten abheben beschließen wir, unseren Kaffee doch woanders zu schlürfen.

Über Lienen und Holperdorp fahren wir nach Bad Iburg.

Wow – Holperdorp ist wirklich klasse und es herrschen dort fast alpine Verhältnisse; naja, zumindest für meinen bergungeübten Geschmack 😉

Unterwegs sahen wir ein hübsch-anzuschauendes Cafe namens Jägerhof. Da uns die Anhalte-Lust gerade ausgegangen ist, geht es aber direkt weiter.

Bad Iburg wäre sicher ein kleine Stadt- bzw. Burg-Besichtigung wert. Da unsere Reifen nach der Eisdielenpause aber gerade wieder warmgefahren sind, gönnen wir unseren Möppis eine stopplose Tour über Oesede (das Kloster ersparen wir uns), Wellendorf, Hilter, Borgloh und Wellingholzhausen.

Spätestens in Hilter meldet sich der Kaffeedurst zurück. Da dieses Dorf uns überhaupt nicht zusagt und wir wenig Lust haben umzudrehen, um ins vorm Ortseingang gelegene „Route 68“ einzukehren, fahren wir weiter nach Dissen.

In der örtlichen Eisdiele bekommen wir endlich unseren Kaffee, qualmen ein-zwei Zigaretten, stellen fest, dass die Sonne langsam an Kraft verliert und machen daher auf den Rückweg.

Dieser führte uns über Versmold, Sassenberg, Warendorf (vielleicht ganz nett, allerdings
fehlte eine wirklich informative Beschilderung für Ortsunkundige), Everswinkel, Hoetmar, Sendenhorst, Drensteinfurt und Ascheberg nach Lüdinghausen, wo wir gegen 19:40 Uhr bei "Theo" einkehrten, um uns nach 235 gefahrenen Kilometern an Grill- und Athenteller zu ergötzen.

Sonntag, 07. Mai 2006 – Minitour durch’s Hamerland

Um Punkt 13.00 Uhr brummen sowohl der CBR- als auch der Motor ihrer kleinen CB-Schwester und
wir starten über Dülmen und Merfeld nach Borken.

Dort bestaunen wir bei der längst überfälligen Zigarettenpause den "Diebesturm". Diesen nennt man heutzutage auch "Liebesturm", weil sich das Standesamt in selbigem befindet.

 

Anschließend wollen wir über Hoxfeld, Vardingholt (Külve) und Barlo nach Holland, konkret: nach Lichtenvoorde-Vragender. Leider kann man sich nicht immer und überall auf seine Adler-Augen verlassen, drum folgten wir dem Schild zum (ähnlich klingenden) "Burlo" und sind damit eine komplette Abzweigmöglichkeit zu früh dran.

Da uns die Zeit ein wenig im Nacken sitzt, ist an Umkehr und Kurskorrektur nicht zu denken, deshalb nehmen wir halt den Grenzübergang in Oeding. Vorbei an Winterswijk erreichen wir schließlich Lichtenvoorde-Vragender, wo wir die begehbare Windmühle "De vier Winden" besteigen wollen. Doch Pech gehabt: Sonntags (und montags) hat die Mühle leider geschlossen.

   

Das Dörfchen ist ganz nett. Wir düsen jedoch weiter in die ehemalige Festungsstadt Groenlo, in der es angeblich noch Wälle mit echten Kanonen geben soll. Wir finden weder das eine noch das andere, dafür aber die dorfeigene Eisdiele (das Nederland-Softijs ist neben dem Dänischen immer noch das Beste! *g*)

Da es für weitere Abstecher zu spät ist, geht es dann über Zwillbrock, Vreden und Stadtlohn nach Gescher bzw. Tungerloh-Pröbsting und wir trinken im "Route 67" einen Kaffee.

Achtung: Wer sich noch mit Zigaretten eindecken möchte, sollte die Gelegenheit nutzen, vor der Abzweigung nach Zwillbrock geradeaus zur Tankstelle zu fahren. Wir haben die Chance leider verpasst und waren eher zurück in Deutschland, als wir am Gashahn drehen konnten. – Tragisch!

Unser Heimweg führt uns schließlich klassisch über die öden Bundesstraßen (Lette – Coesfeld – Dülmen – L’hausen), wo wir noch fix tanken und vor der Haustür immerhin 170 gefahrene Kilometer auf dem Tacho ablesen.

 

 


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Letztes Update: 19.07.2014